mehr Zeit – mehr Leben
7 Mrz
Laut Thieme beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung bei deutschen Männern 75, bei deutschen Frauen 80 Jahre. Je nachdem, wann Ihr geboren seid, varrieren die Zahlen ein bisschen. Für mich heißt das, dass mir noch etwa 53 Jahre bleiben.
Aber worum geht es eigentlich in diesem Artikel? Ich möchte mich nicht damit beschäftigen, wie viele Jahre mir noch bleiben, bis ich sterben muss. Ich möchte mir vielmehr einmal überlegen, wie viel echte Lebenszeit mir noch bleibt, um meine Träume zu verwirklichen.
Also 53 Jahre stehen mir zur Verfügung. Das sind, Schaltjahre nicht berücksichtigt, knapp über 19.000 Tage. Hört sich schon viel weniger an. Trotzdem kann ich in 19.000 Tagen noch eine Menge schaffen. Vorausgesetzt ich nutze meine Zeit richtig.
Ich studiere zur Zeit BWL und mache in ein paar Monaten meinen Bachelor. Angenommen ich mache anschließend meinen Master, bleiben mir noch knapp 18.000 Tage, um meine Träume zu verwirklichen.
Wie sähe mein typischer Tag aus, wenn ich Karriere machen würde? Ich würde morgens um Acht aufstehen, duschen, frühstücken etc. und dann um Neun Uhr anfangen zu arbeiten. Um Fünf Uhr hätte ich theoretisch Schluss, aber weil ich Karriere machen will, muss ich mich irgendwie positiv abheben. Außerdem erwartet man von einem strebsamen, jungen Manager, dass er sich besonders engagiert und noch ein paar Stunden im Büro bleibt.
Nehmen wir also an, dass ich um 19 Uhr aus dem Büro komme. Zwischendurch hatte ich ein paar Pausen, also habe ich insgesamt vielleicht 9 Stunden gearbeitet. Soviel ist das doch gar nicht, oder?
Trotzdem ist es 20 Uhr als ich nach Hause komme. Ich bin zu müde, um noch etwas mit Freunden zu machen. Also setze ich mich vor den Fernseher und mache mir in der Mikrowelle ein Fertiggericht. Um 23 Uhr bin ich zu müde, um die Augen noch aufzuhalten und das nächste, was ich wahrnehme, ist mein Wecker, der mich am nächsten Morgen viel zu früh aus den Träumen reißt.
Die traurige Bilanz in dem Szenario oben ist, dass mir von den 18.000 Tagen genau keine Zeit mehr zur Verfügung steht, um Dinge zu tun, die ich im Leben wirklich machen möchte. Bin ich also quasi schon tot, obwohl mir noch 53 Jahre in meinem Leben bleiben? Oder soll ich mich etwa auf eine mögliche Rente freuen, um mich die letzten 10 Jahre meines Lebens von den 65 Jahren davor zu erholen?
Mir gefällt eine andere Idee viel besser!
Anstatt jeden Tag von morgens bis abends bei meinem Arbeitgeber zu verbringen, um irgendwann genug Geld zu verdienen und genug Einfluss zu haben, um das Leben richtig genießten zu können (siehe Szenario 1), kann ich auch gleich anfangen, mir auf anderen Wegen Einkommen zu schaffen und meine Zeit besser zu nutzen.
Was stelle ich mir das vor? Ich habe mir dafür ein paar Grundregeln überlegt:
Die Essenz dieser Regeln ist, zu lernen, Aufgaben outzusourcen und geschickt mit Geld und Zeit umzugehen.
Das zweite Szenario könnte also zum Beispiel folgendermaßen aussehen:
Ich stehe morgens um 8 Uhr auf und lese 30 Minuten in meinem Feedreader. Ich filtere dabei automatisch ein paar Informationen raus, die für mich geschäftlich interessant sein könnten, wie beispielsweise Marketingideen oder Events. Hin und wieder finde ich auch ganze Geschäftsideen.
Danach lasse ich meine E-Mails von einem Assistenten checken und beantworten. Nur Dinge, die wirkliche eine Entscheidung von mir erfordern , werden an mich weitergeleitet.
Im Anschluss (also 5 Minuten später
) mache ich mir einen Plan für den Tag. Ich schreib mir zuerst alle Dinge auf, die ich an dem Tag erreichen möchte und mache mir dann einen Zeitplan, mit dem ich genau festlege, wann ich was mache.
Wichtig: In dem Zeitplan stehen nicht nur geschäftliche Dinge. sondern auch Punkte wie “Date mit Anna ausmachen” oder “Termin zum Skifahren ausmachen mit Daniel”. Bei dem Plan geht es nur darum, die eigene Zeit vernünftig zu nutzen und nicht zu verschwenden.
Dem Plan folge ich dann für den gesamten Tag. Dadurch schaffe ich, dass ich die “Arbeit” mit entspannenden Sachen oder Aktionen mit meinen Freunden kombiniere. Ich verhindere einen großen Fehler aus Szenario 1. Ich arbeite nicht vor mich hin, um mir vorzumachen, dass es endlos viel Zeit beansprucht, Karriere zu machen.
Wo kommt das Geld her? Ich beschäftige mich jeden Tag damit, das Geld, das ich schon habe, vernünftig wieder einzusetzen und baue jeden Tag mein eigenes Geschäft weiter aus. Ich schaffe mir passives Einkommen und baue mir nebenbei mein eigenes Unternehmen auf. Ich heble meine Zeit, indem ich mit virtuellen Assistenten zusammenarbeite. In einer Stunde meiner Zeit kann ich jetzt so viel erreichen, wie vorher an einem ganzen Tag.
Habe ich also plötzlich Lebenszeit und -qualität hinzugewonnen, nur weil ich intelligenter mit Geld umgehe, Menschen für mich arbeiten lasse und meine Zeit besser organisiere? Im Grunde ja! Im ersten Szenario blieb mir keine Zeit mehr, um meinen Träumen nachzugehen und meinen Lifestyle aufzubauen. Im zweiten Szenario kann ich auf einmal die Arbeit eines ganzen Tages in ein oder zwei Stunden erledigen, weil ich organisiert bin, mich auf das wesentliche konzentriere und andere für mich arbeiten lasse.
Warum schreibe ich diesen Blogpost?
Genau um die Themen, die ich gerade angerissen habe, werde ich in Zukunft auf meinem Blog detaillierter berichten. Ich habe mehrere Punkte, die sehr wichtig sind, nur kurz angesprochen und werde noch ausführlichere Posts dazu schreiben in den nächsten Wochen.
Erstmal möchte ich Euch hiermit eine Orientierungshilfe geben, worum es hier gehen wird, damit Ihr wisst, ob die Themen für Euch interessant sind. Ich bin mir sicher, dass mein Lifestyle nicht für jeden Menschen geeignet ist und viele Menschen die Sicherheit einer Beschäftigung von 9 bis 17 Uhr vorziehen. Beurteilt am besten selber, ob meine Routinen und Prinzipien auch für Euch geeignet sind.
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6 Responses for "Die knallharte Wahrheit – Bleibt Dir noch Zeit, Deine Träume umzusetzen?"
Lebenszeit dazugewinnen, das passt nicht so ganz.
Wohl aber kann man seine Zeit die man normal braucht um was zu erledigen optimieren, so das man nun weniger für die Gleiche Arbeit braucht.
So gesehen gewinnt man schon was, nur man gewinnt nichts dazu.
Einen eigenen LifeStyle zu entwickeln und diesen dann auch zu leben, ist gar nicht so einfach…
..Kommentare zu abonnieren per Feed fehlt…
Natürlich hast Du Recht, dass es schwierig ist, das eigene Leben zu verlängern (abgesehen von gesunder Lebensführung, genug Sport, Liebe etc.).
Aber macht es denn einen Unterschied, ob Du am Ende des Lebens mehr absolute Zeit zur Verfügung hast, mit der Du nichts anzufangen weißt oder einfach nur die Zeit, die Du hast, besser nutzt? In beiden Fällen steht Dir mehr Lebenszeit zur Verfügung.
Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass jemand der mit 30 bei einem Motorradunfall stirbt ein längeres Leben gehabt haben kann als ein 90-Jähriger, dessen Leben durch einen Herzinfarkt beendet wird.
Was für einen Lifestyle versuchst Du Dir zu entwickeln? Ich werde auch noch über meine Ansichten und Erfahrungen zum Thema berichten.
[...] Wer delegieren kann, spart viel Zeit. Vor allem bei Dingen, die nicht Ihre Stärke sind, ist das Abgeben von Aufgaben sinnvoll. Wenn Sie alles selbst machen und kontrollieren wollen, kommen Sie aus dem Arbeitsstreß gar nicht mehr heraus. Das Leben besteht aber nicht nur aus Arbeit! [...]
Hehe, so kann man es auch sehen.
Natürlich kann einer 30 Jähriger viel “MEHR” gelebt haben als der 90 Jährige. Kommt halt drauf an, wie man sein Leben letztendlich lebt. Denn wer viel rumkommt, der erlebt letztendlich auch mehr als jemand der nur zu Hause hockt oder nie das eigene Land verlässt.
Meinen Lebenstil den ich mir versuche aufzubauen kann man so normal gar nicht genauf definieren. Denn es ist eher ein Art von “Leben lernen” mit einer Krankheit als ein wirklicher Lebenstil.
Letztendlich ist es mir aber, bedingt durch die Krankheit, möglich etwas “Freier” zu leben als andere.
Was ist das für eine Krankheit und wie führst Du Dein Leben damit?
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