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Social Arbitrage – Wie bekommt man die größten Geschenke im Leben?

Ich habs aber auch mit meiner Arbitrage, aber ganz ehrlich, ich mag den Begriff Social Arbitrage nicht besonders. Ich erzähle Euch gleich warum ich ihn trotzdem benutze. Erstmal eine kurze Erklärung, was ich damit meine.

Ich habe das Wort zum ersten in Keith Ferrazzi’s “Never Eat Alone” gehört. Ich kann das Buch nur immer wieder wärmstens empfehlen. Ich finde es so gut, dass ich noch einen eigenen Artikel darüber schreiben werde. Ganz einfach gesagt versteht Ferrazzi unter Social Arbitrage, dass Menschen sich verpflichtet fühlen etwas zurückzugeben, wenn sie etwas bekommen haben. Er spricht von Arbitrage, weil man mindestens genauso viel oder in der Regel mehr zurückgeben möchte und dadurch finanzmathematisch gesprochen ein Arbitragegewinn für denjenigen entsteht, der dem anderen zuerst einen Gefallen getan hat.

Was bringt Social Arbitrage?

Was ist die Lehre, die ich daraus gezogen habe? Ich denke, wenn man etwas bekommen möchte, sollte man immer zuerst etwas geben, ohne dafür etwas zurückzuverlangen, viellleicht sogar ohne etwas zurückzuwollen.

Wenn Ihr anderen helft, nur um einen größeren Gefallen zurückzubekommen, merken sie das und letztendlich ist sogar Eure Hilfe unwillkommen. Wer nimmt schon gerne die Hilfe eines anderen an, wenn er weiß, dass er nur hilft, weil dafür auch etwas verlangt?

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Genau so laufen Geschäfte ab. Das weiß ich. Der Wasserhahn tropft, also rufen wir einen Handwerker an, der uns hilft das Ganze wieder in Ordnung zu bringen, aber nur weil er dafür eine Gegenleistung in Form seiner Bezahlung verlangt. Schlecht fühlen wir uns dabei nicht.

Ich meine eine andere Ebene, auf der sich Menschen helfen, ohne dass Geld eine Rolle spielt. Im  ganz normalen Alltag, in ganz normalen sozialen Situationen.

Ich habe beides ausprobiert. Ich habe anderen Gefallen getan, weil ich den Hintergedanken hatte, etwas zurückzubekommen und ich habe völlig selbstlos Dinge für andere getan, teilweise, obwohl ich wusste, dass ich nichts zurückbekommen werde.

Und ratet mal, was mir aufgefallen ist? Die unglaublichsten Möglichkeiten sind daraus entstanden, dass ich ohne Hintergdanken jemandem geholfen habe, einfach nur um ein guter Mensch zu sein.

Ein kleiner Erfahrungsbericht

Ein kurzes Beispiel. Blogger Hannes Stadlmair hat mein Importblog vor einiger Zeit in seinem Blog vorgestellt (nebenjob-heimarbeit.at). Daraufhin habe ich bis heute täglich viele Besucher von seinem Blog bekommen. Vor ein paar Wochen wollte ich mich dann bedanken. Ich wollte etwas zurückgeben.

Ich habe ihm also eine Nachricht geschrieben und ihn gefragt, was ich für ihn tun kann, um mich zu revanchieren für den riesigen Gefallen, den er mir damals getan hat. Seine Antwort war, dass er sich sehr über eine >Artikelserie von mir zum Thema eBay freuen würde. Die Artikel werden mit meinem Namen und Link signiert. Ich habe mir viel Mühe mit den Artikeln gegeben und hoffe, dass sie super bei seinen Lesern ankommen, aber im Grunde wollte ich ihm nur etwas zurückgeben und als Resultat bekomme ich wieder etwas zurück, nämlich Besucher von seiner Seite.

Fazit

Wenn Ihr wiklich im Leben überrascht werden wollt mit Freuden, die Ihr nicht erwartet habt, dann gebt zuerst etwas an andere Menschen weiter. Und macht es nicht, um etwas dafür zurückzubekommen.

Dieser Grundsatz ist so einfach und wahrscheinlich hat jeder schonmal von seinen Eltern gehört, dass geben seliger ist als nehmen, aber wenige leben wirklich danach. Viele suchen nur den kurzfristigen Vorteil für sich selbst.

Deswegen denkt einmal am Tag darüber nach, wie Ihr einem anderen Menschen wirklich helfen oder ihm eine Freude machen könnt.

Ich freue mich auf Eure Gedanken und Kommentare hierzu!

4 comments

1 nastorseriessix { 03.11.09 at 08:59 }

Mir passiert das dauernd, das ich irgendwo her was zurück bekomme, wobei ich dann nich mal mehr weiss warum. ;)

Habe auch keine Ahnung wie ich dazu beitrage, also was genau ich dafür mache, es passiert einfach. :)

2 admin { 03.11.09 at 20:08 }

Umso besser! :-)

3 Hannes { 03.11.09 at 22:25 }

Vielen herzlichen Dank für die Erwähnung im Artikel!

Unter Bloggern ist es ähnlich wie unter Motorradfahrern, der Gedanke der Gemeinschaft wird noch hoch gehalten und man hilft sich einfach gegenseitig. Letztendlich entsteht dabei oft eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Ich bin mir sicher, dass die tolle Artikelserie gut angenommen wird, selbst kann ich dabei auch noch einiges dazulernen. ;-)

4 Bloxxo Blog Battle: Blogger schreiben füreinander gegeneinander | outsourceyourlife { 05.19.09 at 22:05 }

[...] ich und jeder andere Teilnehmer aber auch Traffic und einen Backlink von Bloxxo. Es ist also eine Win-Win-Situation, in der alle voneinander [...]

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