Dieser Post ist Teil der heutigen Tagesaufgabe von Darren Rowse’s “31 Days to Build a Better Blog“-Challenge. Heute soll ein Listenpost geschrieben werden, das heißt ein Artikel, in dem eine Liste oder Aufzählung enthalten ist. In diesem Artikel beschreibe ich 5 verschiedene Wege, seine Gedächtnisleistung ohne viel Übung deutlich zu verbessern.

Du bist auf einer Party und ein Freund stellt Dich ein paar neuen Leuten vor. Du unterhältst Dich ein bisschen mit ihnen und nach kurzer Zeit fällt Dir auf, dass Du Dich an keinen einzigen Namen mehr erinnerst. Kommt Dir das bekannt vor? Simon? ;o)

Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder ein paar kleine Gedächtnisexperimente gemacht und ein paar Methoden gefunden, die das Erinnerungsvermögen extrem verbessern.

1. Die Information in Gedanken wiederholen

Diese Methode hilft vor allem in Situationen wie oben beschrieben.  Wenn Ihr Euch nicht mehr an einen Namen erinnert, liegt das in der Regel nicht daran, dass Euer Gedächtnis nicht vernünftig arbeitet, sondern dass Ihr in dem Moment zu sehr auf andere Dinge achtet. Vielleicht fragt Ihr Euch, wie Ihr gerade auf den anderen wirkt oder Ihr versucht seine Persönlichkeit aufgrund des ersten Eindrucks einzuschätzen.

Indem Ihr den Namen einfach in Gedanken ein oder zwei Mal wiederholt, nachdem Ihr ihn zum ersten Mal gehört habt, nehmt Ihr ihn bewusst wahr und vergesst ihn nicht mehr. Guckt der Person dabei ins Gesicht, damit Ihr am Ende des Abends nicht einfach nur 20 neue Namen könnt, aber nicht mehr wisst, welches Gesicht dazu passt.

2. Neue Informationen aufschreiben

Täglich werden wir von allen Seiten mit Millionen neuer Informationen bombardiert. Diese Informationen führen zu genauso vielen Gedanken und Ideen. Um gute Informationen und Ideen nicht wieder zu vergessen, schreibt sie Euch kurz auf. Auf dem Schreibtisch wird jeder einen Block und Stift liegen haben und auch unterwegs könnt Ihr in der Jackentasche einfach einen kleines Notizheftchen und einen Bleistift mitnehmen.

Das Gute ist, dass Ihr die Dinge dann nachschlagen könnt, auch wenn Ihr sie wieder vergesst.

3. Eine Mindmap machen

In der Schule hat es mich immer genervt, wenn die Lehrer mit ihren neuen, ach so tollen Lehrmethoden wie Mindmaps ankamen. Mittlerweile kenne ich kein besseres Tool, um die eigenen Gedanken zu sortieren oder ein Thema aufzubereiten. Im letzten Semester habe ich den Unterrichtsstoff einer ganzen Vorlesung am Tag vor der Klausur auf die wichtigsten Punkte reduziert, in einer Minmap strukturiert und dann nur diese Mindmap gelernt und am nächsten Tag die Klausur ohne Probleme bestanden.

Mindmaping funktioniert so gut, dass ich mittlerweile fast gar keine Listen oder Pläne mehr benutze und alles mit Mindmaps mache.

4. Die Information mit Geschichten verknüpfen

Ich habe letzten Herbst eine Chinesisch-Vorlesung besucht. Eine Woche vor der Klausur habe ich erfahren, dass ich nicht nur das pinyin der Wörter kennen (pinyin ist die Überschreibung von chinesischen Wörtern in eine Lautschrift aus lateinischen Buchstaben), sondern auch ganze 400 chinesische Schriftzeichen auswendig können muss.

Die Schriftzeichen sind wenig intuitiv und obwohl sie irgendwie aussehen wie kleine Bildchen, haben sie meistens keinen Bezug zu ihrer Bedeutung. Also habe ich ihnen eine Bedeutung gegeben. Ich habe mir für jedes Wort (das oft aus mehreren Schriftzeichen besteht) eine kleine Geschichte gebaut. Zum Beispiel sehen die beiden Schriftzeichen für Bank (银行) ein bisschen so aus als würde links eine Frau stehen und gerade etwas holen und links ein Mann hinter dem Tresen heftig rumfuchteln. Für mich war das hier also eindeutig ein Banküberfall und jedes Mal, wenn ich diese Schriftzeichen gesehen habe, wusste ich sofort, dass es hier um eine Bank geht, die ausgeraubt wird.

5. Dinge visualisieren

Diese Technik ähnelt der Geschichtentechnik sehr. Es geht auch wieder darum, Informationen mit etwas zu assoziieren, damit man sie sich später leichter wieder ins Gedächtnis rufen kann. Diesmal geht es allerdings nicht darum eine Geschichte zu kreieren, weil die Information zu abstrakt ist wie bei den chinesischen Schriftzeichen. Diesmal soll der Information einfach nur ein bisschen mehr Leben eingehaucht werden.

Beispiel: Ich musste ein Verfahren für das interne Rechnungswesen lernen. Stinklangweilig! Es ging irgendwie um die Kosten in verschiedenen Produktionsphasen. Also habe ich mir eine Fabrik vorgestellt, in der riesige Maschinen stehen und Leute arbeiten und ich hab mir für jeden Schritt der Rechnung vorgestellt, was mit dem Produkt gemacht wird und wie es von einer Fabrikhalle in die nächste transportiert wird. Ich gebe zu, dass ich mittlerweile vergessen hab, worum genau es ging, aber damals hat die Methode super geholfen, um für die Klausur zu lernen.

Habt Ihr weitere Techniken, die Euch dabei helfen, Euch Dinge besser zu merken?