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mehr Zeit – mehr Leben

Archive for Mai, 2009

Dies ist ein Gastbeitrag von Autor Markus Albers. Nach “Morgen komm ich später rein” arbeitet Albers gerade an seinem nächsten Buch. Auf seinem Blog schreibt er regelmäßig rund um das Thema “Moderne Gestaltung von Arbeitsverhältnissen”.

Ich habe beim Schreiben meines Buches „Morgen komm ich später rein” die Kernthese gleich getestet: Kann ich heutzutage arbeiten, wann und wo ich will? Ein Teil des Buches entstand darum unterwegs auf der ganzen Welt. Ich habe auf der Terrasse einer Finca auf Ibiza geschrieben. In einer tief verschneiten, einsamen Holzhütte in Norwegen nach einem Tag Langlauftraining. Am Pool eines Designhotels in Bangkok, bevor es mit dem Wassertaxi ins Restaurant ging. Im Hof eines Damaszener Hauses in Damaskus, neben dem Laptop eine Tasse mit Kardamom-Kaffee. Und an diesem einsamen Strand in der Nähe des königlich thailändischen Badeortes Hua Hin.

Naja, sagen Sie: Für einen freiberuflichen Journalisten und Buchautor ist das wohl ein bisschen einfacher als für einen festangestellten Büromenschen. Stimmt natürlich – und auch wieder nicht. Denn zum ersten Mal können heute Festangestellte ihren Tag ähnlich strukturieren wie Freiberufler. Unser Kapital sind der Inhalt unseres Kopfes, unseres Adressbuchs und unserer Computerfestplatte – nicht das starre Regelwerk des Bürotags. Angesichts massiv gefallener Kollaborationskosten braucht heute niemand zwingend eine Unternehmensplattform, um erfolgreich am Wirtschaftsleben teilzunehmen. Die von Thomas Friedman beschriebene »flache Welt« hat einen enormen technologischen Emanzipationsprozess des Einzelnen von den Unternehmen ausgelöst.

Der amerikanische Journalist und Bestseller-Autor Friedman erklärt in seinem Buch Die Welt ist flach, wie frühere Entwicklungsländer dank moderner Technologien zunehmend auf gleicher Augenhöhe mit Industrienationen um Aufträge konkurrieren. Die von ihm identifizierten technischen Umwälzungen sind unter anderem:

  • zunehmende Verbreitung von Workflow-Software und digitalem Dokumentenmanagement, die es Mitarbeitern ermöglicht, an einem Projekt zu arbeiten, ohne am selben Ort oder auch nur auf demselben Kontinent zu sein,
  • weltweite Standardisierung von Geschäftsunterlagen und Dokumenten dank Internet und PDF,
  • die Möglichkeit für jeden Menschen, dank schneller Online-Verbindungen das Ergebnis seiner Arbeit »hochzuladen«, also von einem beliebigen Ort aus Kollegen, Kunden oder dem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen.

Fest angestellte Wissensarbeiter können heute also von überall am Arbeitsprozess teilnehmen und zwar zu fast beliebigen Zeiten. Die Zeitverschiebung zwischen Indien und den USA ermöglicht Effekte wie den von Friedman genüsslich beschriebenen, dass ein Amerikaner abends dem Steuerberater seine Unterlagen gibt, der sie nach Indien schickt, Feierabend macht – und am nächsten morgen sind sie fertig bearbeitet zurück in seinem E-Mail-Eingang. Umgekehrt geht das übrigens auch: In einer Werbung des Bürogeräteherstellers Ricoh muss ein asiatischer Angestellter über Nacht dem Chef eine riesige Präsentation anfertigen. Er scannt einfach alle Vorlagen ein, mailt sie an Kollegen in Indien und Europa – und am nächsten Morgen hat er das vermeintlich Unmögliche geschafft: Er legt dem verblüfften Vorgesetzten die fertige Hochglanzpräsentation vor. Und sieht dabei nicht mal übernächtigt aus, weil die Arbeit in anderen Zeitzonen erledigt wurde.

Die Entkoppelung der Arbeit von Ort und Zeit ist eine enorme Entwicklungschance für Länder wie Indien und China, birgt aber ebenso ein erhebliches Emanzipationspotenzial für Wissensarbeiter in entwickelten Ländern wie Deutschland. Diese Entwicklung ist tatsächlich neu – die technischen Mittel stehen seit vielleicht drei Jahren

komfortabel zur Verfügung, wirklich professionell kann man so erst arbeiten, seitdem breitbandige Internetanschlüsse flächendeckend geworden sind. Der amerikanische Wirtschaftsexperte Don Tapscott hat das 2006 zusammen mit Anthony D. Williams in seinem Bestseller Wikinomics zuerst beschrieben: Auf der ganzen Welt verstreute Individuen können heute anspruchsvolle Produkte gemeinsam erstellen, ohne am selben Ort anwesend zu sein. Beispiele sind die Online-Enzyklopädie Wikipedia und Open-Source Software wie Linux oder Firefox.

Die logische, wenn auch radikale Folge aus ortsungebundenen, kollaborativen Arbeitsumgebungen ist das virtuelle Unternehmen. Ohne Firmensitz, ja ohne zentrales Büro funktioniert es als frei flottierender

Verband selbstständiger Einheiten. Es besitzt keine oder kaum Immobilien, Möbel, technische Infrastruktur, es besteht, frei nach der Gesellschaftsdefinition des einflussreichen Soziologen Niklas Luhmann, (fast) nur noch aus Kommunikation.

Es gibt aber eine weitere praktische Anwendung dieses Phänomens, die oft übersehen wird, uns hier besonders interessieren soll: die Idee der sogenannten Virtuellen Persönlichen Assistenten (VPAs), die unangenehme oder zeitfressende Aufgaben für uns erledigen – also zum Beispiel Internetrecherchen machen, Präsentationen zusammenbauen oder Reisen buchen. Weil die Assistenten im Ausland viel billiger sind und unter Ausnutzung von Währungskursunterschieden kommt der Auftraggeber günstiger weg als wenn er all das selbst tun würde. Schnelles Internet, Filesharing und IP-Telefonie machen es technisch möglich. Ob so ein VPA für Privatpersonen überhaupt Sinn macht, wird immer wieder diskutiert. Der tolle amerikanische Autor A.J. Jacobs hat indische VPAs sogar bei seinem Boss anrufen oder Streitigkeiten mit seiner Frau schlichten lassen – wenn auch mehr aus Spaß und für einen Esquire-Artikel. Aber inzwischen schreibt sogar die Brigitte über das Phänomen. Das Problem: Eigentlich alle bekannten Unternehmen, die so etwas anbieten – wie das indische „Get Friday”, -bieten nur englischsprachigen Service. Unpraktisch, wenn man Telefonate, Korrespondenz oder auch nur Präsentationen auf Deutsch abgewickelt haben will.

Was ich mich immer gefragt habe ist – geht das auch von Deutschland aus? Ich habe es ausprobiert. Es geht noch nicht besonders gut. Ich wollte zunächst wissen: Gibt es auch deutschsprachige VPAs? Ich fragte den Buchautor Tim Ferriss, der das Konzept erstmals weltweit bekannt gemacht hat, und er meinte dazu nur: Klar, Du gehst einfach auf die Website Elance, da gibt es Tausende aus Osteuropa. Sorry Tim, stimmt so nicht: Ich habe Anfang letzten Jahres eine deutschsprachige Ausschreibung auf Elance gemacht und exakt EINE Bewerbung bekommen. Von einem jungen Deutschen, der nach Kapstadt ausgewandert ist und im Lauf des letzten Jahres einige Jobs für mich übernommen hat: Übersetzungen und Webrecherche zum Beispiel.

Aber mit der Zeit wurde mein VPA in Kapstadt unzufrieden. Die anderen deutschen Auftraggeber wüssten nicht, wie sie richtig mit dieser Dienstleistung umgehen sollten, schimpfte er – sie vergäben unpassende oder unrealistische Aufträge. Auch sein Plan, weitere Auswanderer vor Ort anzuheuern, um mit ihnen ein größeres Business aufzubauen, ging nicht auf. Sein Fazit: Es seien gerade nicht Billigjobs, die Deutsche ins Ausland outsourcen sollten. Sondern anspruchsvolle Aufgaben, für die sie online weltweit Experten suchen können – Suchmaschinen-Optimierung zum Beispiel.

Ich bin nicht sicher, ob das wirklich so stimmt. Mir scheint, es gibt da doch einen weiteren Markt: Für einfache, Dienstleistungen, die ich unkompliziert an zuverlässige und vor allem deutschsprachige VPAs vergeben kann. Für ein komfortables Tool, mit dem ich meine VPAs buche, kontrolliere und bezahle. Würde jemand diesen Service auf überzeugende Weise anbieten, ich wäre der erste Kunde.

Habt Ihr Euch die Frage auch schonmal gestellt? Wie schnell kann man über das Internet neue Freunde finden?

NAch einer Antwort hat jetzt Maciej Kuszpa gesucht. Er hat ein 24-stündiges Experiment gestartet, in dem er auf 12 SNS versucht hat, möglichst viele neue Freunde zu gewinnen. Dabei hat er jeweils 100 neue Anfragen verschickt und dann gewartet, wie viele User diese annehmen.

Natürlich ist jemand kein echter Freund von mir, nur weil ich ihm auf einer Social Networking Site diesen Titel gegeben habe, aber ich kann immerhin seine persönlichen Daten einsehen und ihm Nachrichten schicken.

Besonders aus Marketingsicht wäre interessant, wie gut ich meinen “Freunden” auf Social Networking SItes meine Produkte kommunizieren und verkaufen kann.

Maciejs Experiment ist überraschend erfolgreich gewesen. Auf vier der zwölf Seiten konnte er über 60 neue Freunde gewinnen, darunter Facebook auf Platz zwei mit 75 (und damit einer Annahmequote von 75%! Wo erreicht man schon so eine Opt-in-Conversion?).

“Next big Thing” Twitter steht dabei an vorletzter Stelle. Nur fünf von Hundert Usern verfolgen Maciejs Updates, nachdem er sie zu seinen Followern hinzugefügt hat.

Das ganze Experiment mit Daten zu allen untersuchten Netzwerkseiten findet Ihr auf seinem Blog.

Ich denke Social Networking Sites können ein gutes Marketingtool sein. Ich mache Blogposts selber oft über Twitter, Facebook und Bookmarkingseiten bekannter. Allerdings ist die Glaubwürdigkeit des Werbenden und der Werbebotschaft hier ein wichtiger Faktor.

Wenn das Ganze wie Spam wirkt, werde ich langfristig keinen Erfolg haben und wahrscheinlich würde mein Account nach ein paar Tagen wieder gelöscht. Nehme ich mir aber die Zeit und baue individuelle Beziehungen auf, finde ich auf dem Wege vielleicht attraktive neue Kunden oder Geschäftspartner.

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  • Wahrscheinlich habt ihr schon von Markus Albers’ “Morgen komm ich später rein“-Blog gehört. Seine umfangreichen Erfahrungen hat er bereits in seinem gleichnamigen Buch vorgestellt. Heute ist auf diesem Blog ein Gastartikel von mir zum Thema “Virtuelle persönliche Assistenten in Deutschland” erschienen.

    Was steckt dahinter und wie passt dieses Thema zu Markus’ Philosophie der Easy Economy und zum Konzept der Freianstellung? Im Prinzip geht es ihm um zwei Dinge: Jeder Mensch kann sich durch effizientes Zeitmanagement und geschickte Gestaltung seines Arbeitsalltages einen Lebensstil erlauben, der leidige Routineaufgaben durch kreative Zeit für innovative Ideen ersetzt. Eine optimale Möglichkeit, sich diese Zeit zu nehmen, sind VPAs – virtual personal assistants.

    Ein Problem, was bisher in Deutschland besteht, liegt darin, dass VPAs entweder zu viel kosten oder nicht die deutsche Sprache sprechen. Hier liegt aber auch das große Potential dieses Konzeptes. Viel Arbeit wartet darauf, outgesourced zu werden – aber noch ist niemand da, der sie übernimmt. Wie ich hier schon einmal angekündigt habe, werden wir in Zukunft diese Lücke füllen. VPAs sind in Deutschland noch ein Pilotprojekt. Wir werden uns dieser Herausforderung stellen. Damit wird es in Zukunft möglich, den Gedanken des amerikanischen Visionärs Tim Ferriss auch hier zu realisieren.

    Lest euch den Artikel auf Markus’ Blog durch und hinterlasst ein paar Kommentare, wenn er Euch gefällt.

    Das Bloxxo Blog Battle ist eine Aktion, bei der Blogger mit verschiedenen Artikeln gegeneinander antreten und am Ende der Verfasser des besten Artikels gekürt wird.

    Klar ist das auch eine Marketing-Aktion für Bloxxo. Indem ich diesen Artikel hier schreibe, bekommen die Jungs mehr Traffic und einen Backlink. Genauso bekomme ich und jeder andere Teilnehmer aber auch Traffic und einen Backlink von Bloxxo. Es ist also eine Win-Win-Situation, in der alle voneinander profitieren.

    Wer steckt hinter der Aktion?

    Andy, den Initiator von Bloxxo habe ich vor ein paar Wochen während Darren Rowse’s “31 Days to Build a Better Blog”-Challange kennengelernt. Er hat jeden Tag über Rowse’s Lektionen berichtet.

    Auf Bloxxo schreiben er und sein Co-Autor hauptsächlich übers Bloggen und den erfolgreichen Aufbau einer Präsenz im Internet.

    Mit dieser Aktion zeigen die beiden, dass wir von ihnen auch die eine oder andere kreative Aktion erwarten können, die die Bloggosphäre mit einbindet. Ich bin gespannt, was sie sich in Zukunft noch einfallen lassen.

    Das Blog ging ungefähr zeitgleich mit (Alphablogger) Peer Wandingers neuen Blogbaby Blogprojekt an den Start und auch die Themen sind sich sehr ähnlich. Wenn ich mir die bisherigen Besucherzahlen anschaue liegen beide Blogs zur Zeit ungefähr gleichauf. Nicht, dass ich die Konkurrenz zwischen den beiden anfacheln wollte, aber der Vergleich ist sehr interessant. ;-)

    Worüber würde ich schreiben?

    Vorausgesetzt ich bin einer der Auserwählten für die Aktion, werde ich über mein Lieblingsthema schreiben:

    Wie kann ich Wie kann ich mit intelligentem Zeitmanagement und der richtigen Nutzung von Geoarbitrage jeden Ort der Welt bereisen, ohne mir Sorgen um mein Einkommen machen zu müssen?

    Auf deutsch: Wie baue ich mir in einer globalisierten Welt passive Einkomensquellen auf, damit ich die Welt bereisen und vom Laptop aus arbeiten kann und nicht jeden Morgen pünktlich im Büro antreten muss?

    Also seid gespannt. Es wird interessant!

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  • Kennt Ihr schon Librivox? Ich habe die Seite vor kurzem gefunden, sie dann vergessen und gerade wiedergefunden.

    Auf Librivox können Freiwillige selbst aufgenommene Audiobücher hochladen und die gehen dann in die Public Domain über, das heißt jeder kann sie sich kostenlos runterladen und anhören. Die Seite ist quasi das Youtube der Audiobücher.

    Es gibt zwar aus Copyrightgründen keine topaktuellen Bücher, aber wenn man sich ein bisschen für Literatur interessiert, wird man auf der Seite viele interessante Sachen finden.

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  • Ihr habt hier schon oft von Robert Kiyosaki gehört. Deswegen möchte ich heute endlich sein Meisterwerk “Rich Dad, Poor Dad” vorstellen. Ich habe jetzt fast sechse Semester Wirtschaftsstudium hinter mir und das Buch habe ich vor knapp einem halben Jahr gelesen.

    Trotzdem schien es mir, als hätte ich bisher nichts über Geld gelernt. Im Studium haben wir natürlich eine Menge über Geld gesprochen. Wir haben formal gelernt, wie Buchhaltung funktioniert, wie man Investitionen beurteilt und wie Projekte finanziert werden. Aber praktisch und vor allem für die eigenen privaten Finanzen hatte ich aus meinem Studium nicht viel mitgenommen.

    In “Rich Dad, Poor Dad” beschreibt Kiyosaki ganz einfach und anhand vieler Geschichten, wie Geld funktioniert und – viel wichtiger – wie man damit umgehen muss, um selber reich zu werden. Darunter sind Grundsätze wie “Bezahle Dich selbst zuerst”, worüber ich vor ein paar Wochen hier im Blog geschrieben habe, aber auch viele praktische Tipps zum Investieren.

    Wenn es nach mir ginge, wäre dieses Buch Pflichtlektüre in der Schule. Befolgt man Kiyosakis Grundsätze auch nur annähernd, spielt es fast keine Rolle mehr, wie die eigene finanzielle Situation zur Zeit aussieht. Jeder kann relativ einfach seine Schulden loswerden und ebenso einfach genug Geld verdienen, um sich alle Träume zu realisieren.

    Wenn er nur weiß, wie man mit Geld umgeht….

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  • Eigentlich ist es nicht besonders schwierig, neue Leute kennenzulernen. Wenn Ihr geschäftlich oder privat neue Kontakte aufbauen wollt, geht Ihr an einen Ort, an dem Ihr viele Leute mit ähnlichen Interessen trefft, kommt mit Ihnen ins Gespräch und tauscht Kontaktdaten aus (vgl. “Die sechs Schritte zum perfekten Social Networking“).

    Ich weiß selbst, dass es nicht immer ganz so einfach ist, aber ein meiner Ansicht nach viel schwierigerer Part folgt nach dem ersten Treffen. In diesem Post stelle ich ein paar praktische Ideen vor, mit denen Ihr Kontakte pflegen und alte Bekanntschaften wieder auffrischen könnt.

    In meinem Artikel zum Social Networking habe ich vom Pingen gesprochen. Pingen bedeutet, sich regelmäßig kurz zu melden, um im Gedächtnis der Person zu bleiben. Kontakte zu pflegen und Beziehungen aufzufrischen ist im Grunde nichts anderes als Pingen. Je nachdem, wie sehr Ihr die Beziehung intensivieren wollt, könnt Ihr mit dem Ping auch ein persönliches Treffen vorbereiten.

    1. Der Standardping

    Entschuldigt die Ausdrucksweise. Standardping hört sich wirklich schon sehr technisch an und könnte ein Begriff aus der Funkersprache sein. Oder ein Fachbergriff unter Tischtennisspielern… Aber weiter mit dem eigentlichen Inhalt:

    Ich meine damit nichts anderes, als von Zeit zu Zeit immer mal eine E-Mail, Facebook-Nachricht oder SMS rauszuschicken oder kurz anzurufen. Ich habe im Auslandssemester viele Leute kennengelernt, die überall auf der Welt verteilt leben. Ein kurzes Treffen auf einen Kaffee ist da schwierig.

    Wenn Ihr Euch gar nicht mehr meldet und nur schreibt, wenn Ihr selber angeschrieben werdet, werden diese Beziehungen über kurz oder lang einfach einschlafen.

    Schreibt Ihr aber einfach alle paar Tage einer anderen Person eine Nachricht (Facebook ist ein supernützliches Tool dafür) und unterhaltet Euch ein bisschen darüber, was in ihrem Leben gerade passiert, bleibt Ihr im Gedächtnis und Ihr haltet Euch auf dem Laufenden. Wenn Ihr selber gerade an einem Projekt arbeitet, ergeben sich so auch oft Kooperationsmöglichkeiten.

    Auf die Weise ist zum Beispiel auch meine kleine Asienimportaktion zustande gekommen. Ich habe nachgefragt, woran mein Freund in Peking gerade arbeitet und er hat mir von seinem Handelsgeschäft erzählt. Weil ich sowieso mein Importblog schreibe, hat es sich angeboten, eine kleine Kooperation zu starten.

    So können alle profitieren. Meine Leser können so einfach in Asien einkaufen als würden sie bei Amazon bestellen, ich habe interessanten Content und kann meinen Lesern etwas bieten und er hat seine ersten Kunden.

    2. Ein Treffen organisieren

    Wenn Ihr mit Euch gut mit einer Gruppe verstanden habt, mit der Ihr mal gemeinsam eine Zeit verbracht habt, könnt Ihr ein Treffen initiieren, um alle persönlich wiederzutreffen.

    Ein persönliches Treffen ist natürlich noch viel besser, um die Beziehung zu anderen Menschen aufrecht zu erhalten, als nur eine Nachricht zu schreiben oder kurz anzurufen. Und wenn die Stimmung in der Gruppe gut war, freuen sich die Anderen in der Regel, wenn jemand die Organisation eines Treffens in die Hand nimmt, weil sie selber oft nur zu beschäftigt (oder faul) sind, das selber zu machen und die Anderen auch gerne wiedersehen würden.

    So eine Gruppe kann eine alte Schulklasse, ein Sportverein, Eine Seminargruppe oder Freunde aus einem Auslandsaufenthalt sein. Ich habe gerade vor zwei Wochen ein Treffen mit meinen Leuten aus Peking angeleihert. Den Termin haben wir gefunden und jetzt suchen wir nach einem schönen warmen Ort am Strand in Südfrankreich oder Italien, der für alle einfach zu erreichen ist.

    3. Um Hilfe bitten oder um Rat fragen

    Dieser “Ping” wird oft als unangemessen angesehen. Wieso sollte mir jemand helfen wollen, wenn ich mich nach langer Zeit zum ersten Mal wieder melde?

    Ganz einfach: Egal, wie beschäftigt jemand ist und wie lange Ihr nichts mehr miteinander zu tun hattet, jeder freut sich, wenn er einem alten Freund oder Bekannten mit seinem Wissen ernsthaft weiterhelfen kann. Dadurch zeigt Ihr ihm nicht, dass Ihr ihn ausnutzen und von ihm profitieren wollt, sondern Ihr schenkt ihm vielmehr Anerkennung und würdigt seine Fähigkeiten.

    Das hat natürlich Grenzen. Es sollte sich höchstens um einen kleinen Gefallen oder Rat handeln. Vielleicht bittet Ihr ihn darum, Euch jemandem vorzustellen oder Ihr fragt ihn nach seiner Meinung zu einer neuen Website.

    Auf diese Weise bleibt Ihr in Kontakt, bekommt wertvolle Tipps und zeigt der anderen Person auch noch, dass Ihr ihre Meinung schätzt. Hört sich nicht zu sehr nach Ausnutzen an, oder?

    4. Einen Rat geben

    Genauso könnt Ihr der anderen Person auch einen Rat geben oder Eure Hilfe anbieten. Wenn Ihr das ungefragt macht und nicht besserwisserisch rüberkommt, zeigt Ihr damit, dass Ihr Euch ernsthaft Gedanken über die Probleme Eures Bekannten macht und er von Eurer Hilfe profitieren kann.

    Natürlich muss das Ganze taktvoll geschehen. Wenn Ihr wisst, dass Euer Bekannter gerade eine harte Trennung hinter sich hat, kommt es vielleicht nicht so gut, ihm eine tolle Stadt für einen Pärchenurlaub zu empfehlen.

    Ich empfehle gerne ein Buch weiter, das mich persönlich weitergebracht hat. Zum Thema Social Networking war das zum Beispiel Keith Ferrazzi’s “Never Eat Alone“. Das Buch hat mir zum ersten MAl klar gemacht, was Social Networking ist und vor allem was es nicht ist. Ich würde diesen Post hier nie schreiben, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte.

    5. Einen Kontakt weitergeben oder jemanden vorstellen

    Wenn Ihr jemanden kennenlernt, der Eurem Bekannten weiterhelfen könnte oder Euer Bekannter einem anderen Freund von Euch weiterhelfen könnte, stellt die beiden einander vor. Auf die Weise könnt Ihr zwei Menschen weiterhelfen, Ihr haltet den Kontakt aufrecht und Ihr baut Euch das Image auf, Menschen zusammenzurbringen.

    Beispiel: Ihr lernt eine junge Band kennen, die Eurer Meinung nach großes Potential hat und stellt sie einem bekannten Musikagenten vor. Oder Ihr vermittelt einem Bekannten, der auch Unternehmer ist, einen günstigen Webdesigner in Indien.

    Wie setze ich das Ganze um?

    Alle Methoden sind wertlos, wenn Ihr sie nicht anwendet und Euch keine konkreten Umsetzungspläne macht. Setzt Euch eine Routine. Nehmt zum Beispiel alle zwei Tage Kontakt zu einem alten Bekannten auf. Mit der Zeit baut Ihr so mehr und mehr Beziehungen auf. Eure Bekannten schreiben zurückund sie werden wieder mehr und mehr Teil Eures Lebens.

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  • Mit diesem Artikel möchte ich kurz die Webdesigner von DesignDisease würdigen. Ich habe stundenlang kostenlose WordPress-Themes durchgeguckt (Ja, ich weiß, keine sehr effiziente Zeitnutzung;) und bei DesignDisease habe ich mit Abstand die besten Themes gefunden.

    Das Theme, das ich hier auf diesem Blog fast unverändert benutze ist ebenfalls ein freies Theme von DesignDisease und im Showcase gibts noch ein paar andere ganz hübsche Designs.

    Ich werde übrigens nicht von der Firma bezahlt und habe nicht mal eine Ahnung, wer konkret dahintersteckt. Ich möchte Euch nur ein bisschen Arbeit abnehmen, wenn Ihr selber gerade nach professionellen, etwas außergewöhnlichen Themes sucht.

    Und ich freue mich natürlich auch immer über andere Empfehlungen. Welches Theme gefällt Euch besonders gut und aus welchen Gründen? Und was haltet Ihr von den DesignDisease-Themes?

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  • Es gibt immer ein paar Dinge, die sich weder vermeiden noch outsourcen lassen und oft ist es schwierig, sich zu diesen Aufgaben zu motivieren. Da kann das Time-Management noch so ausgeklügelt sein. Wenn uns eine Aufgabe wirklich unanagenehm ist, finden wir einen Weg, Sie zu vermeiden.

    In diesem Artikel möchte ich Euch eine Strategie vorstellen, mit der Ihr unangenehme Aufgaben schneller hinter Euch bringen könnt.

    Strategie: Unanagenehme Aufgaben mit Sanktionen verknüpfen

    Die Schule arbeitet sehr erfolgreich mit Sanktionen. Wenn man als Schüler nicht lernt und seine Hausaufgaben nicht macht, bekommt man eine schlechte Note. Ich kenne ein paar Ausnahmefälle, aber die Sanktion “schlechte Note” funktioniert in der Regel ganz gut, um faule Schüler zum Lernen zu motivieren.

    Genauso benutzt der Staat Sanktionen, um die Bürger zu einem bestimmten Verhalten zu motivieren. Nachdem ich innerhalb der letzten paar Wochen insgesamt sechs Parktickets bekommen habe, kaufe sogar ich mir Parkscheine und achte darauf, wo ich parke.

    Unangenehme Aufgaben könnt Ihr genauso an Sanktionen knüpfen. Ich habe Euch letzte Woche von unserer Herausforderung “Wie schnell kann ich den Stoff einer Vorlesung lernen?” erzählt. Und glaubt mir, wir hätten sie nie auch nur annähernd geschafft, wenn wir nicht jeder 40 € in einen Umschlag getan und uns versprochen hätten, dass wir das Geld auf der Straße verschenken, wenn wir die Frist nicht einhalten.

    Um diese Methode noch effizienter zu machen, gebt das Geld einem Dritten, dem Ihr vertraut. Sagt ihm genau, was Ihr bis zu einem bestimmten Termin erreichen wollte und wenn Ihr die Frist nicht einhaltet, soll er das Geld an einen verfeindeten Fußballverein spenden.

    Diese Methode macht die zu erledigenden Aufgaben nicht unbedingt interessanter, aber zumindest habt Ihr eine Motivation, die funktioniert.

    Habt Ihr andere Motivationsstrategien, die für Euch gut funktionieren, dann freue ich mich über Euren Kommentar!