Wie viele Freunde kann man an einem Tag über Social Networking Sites gewinnen?
Habt Ihr Euch die Frage auch schonmal gestellt? Wie schnell kann man über das Internet neue Freunde finden?
NAch einer Antwort hat jetzt Maciej Kuszpa gesucht. Er hat ein 24-stündiges Experiment gestartet, in dem er auf 12 SNS versucht hat, möglichst viele neue Freunde zu gewinnen. Dabei hat er jeweils 100 neue Anfragen verschickt und dann gewartet, wie viele User diese annehmen.
Natürlich ist jemand kein echter Freund von mir, nur weil ich ihm auf einer Social Networking Site diesen Titel gegeben habe, aber ich kann immerhin seine persönlichen Daten einsehen und ihm Nachrichten schicken.
Besonders aus Marketingsicht wäre interessant, wie gut ich meinen “Freunden” auf Social Networking SItes meine Produkte kommunizieren und verkaufen kann.
Maciejs Experiment ist überraschend erfolgreich gewesen. Auf vier der zwölf Seiten konnte er über 60 neue Freunde gewinnen, darunter Facebook auf Platz zwei mit 75 (und damit einer Annahmequote von 75%! Wo erreicht man schon so eine Opt-in-Conversion?).
“Next big Thing” Twitter steht dabei an vorletzter Stelle. Nur fünf von Hundert Usern verfolgen Maciejs Updates, nachdem er sie zu seinen Followern hinzugefügt hat.
Das ganze Experiment mit Daten zu allen untersuchten Netzwerkseiten findet Ihr auf seinem Blog.
Ich denke Social Networking Sites können ein gutes Marketingtool sein. Ich mache Blogposts selber oft über Twitter, Facebook und Bookmarkingseiten bekannter. Allerdings ist die Glaubwürdigkeit des Werbenden und der Werbebotschaft hier ein wichtiger Faktor.
Wenn das Ganze wie Spam wirkt, werde ich langfristig keinen Erfolg haben und wahrscheinlich würde mein Account nach ein paar Tagen wieder gelöscht. Nehme ich mir aber die Zeit und baue individuelle Beziehungen auf, finde ich auf dem Wege vielleicht attraktive neue Kunden oder Geschäftspartner.
2 comments
Ich finde das Ergebnis spricht mehr für Twitter als für Facebook. Während bei zweitem offenbar 75% einfach jeden Fremden als Freund akzeptieren (warum bloß?), suchen sich die Twitterer ihre Kontakte genau aus.
Klar, wenn man das Ergebnis nicht rein quantitativ beurteilt, schneidet Twitter besser ab.
Allerdings wundert mich das ein bisschen. Ich habe bei Facebook kaum jemand unter meinen Freunden, den ich nicht persönlich kenne, während ich von den meisten meiner Twitter Follower nicht sehr viel weiß.
Leave a Comment