Das neue Standardwerk zur Arbeit der Zukunft: “Meconomy” von Markus Albers

Allgemein

11. April 2010

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Mit seinem ersten Buch “Morgen komm ich später rein” hat Autor Markus Albers schon viel Aufsehen erregt. Er beschreibt spannende Trends hin zu mehr Mobiblität und Freiheit bei der Gestaltung der eigenen Arbeit. Anfang des Jahres ist die Fortsetzung “Meconomy“, zuerst nur als E-Book und Anfang März auch als Printausgabe, erschienen. Markus war so freundlich und hat mir ein paar Fragen zum neuen Buch beantwortet. Er verrät unter anderem, was “Meconomy” von seinem ersten Buch unterscheidet und wie der Launch als E-Book geklappt hat.

1. Worin unterschiedet sich “Meconomy” von Deinem letzten Buch “Morgen komm ich später rein”?

Markus Albers: “Im ersten Buch habe ich beschrieben, dass wir nicht mehr jeden Tag ins Büro gehen müssen, sondern – mit Hilfe moderner Technik – arbeiten können, WANN und WO wir wollen. Und dass immer mehr Menschen und Unternehmen das nutzen. Im neuen Buch, Meconomy, habe ich gefragt: Und was passiert dann? Stellen wir uns dann nicht auch sehr schnell die Sinnfrage, WOMIT verdiene ich mein Geld? Es geht also um das Sich-selbst-erfinden nach der Krise und um die Selbstverwirklichung in der digitalen Ökonomie. Mein Gefühl war, und das hat die Recherche dann auch so bestätigt, dass sich im Feld der Arbeit ein Strukturwandel vollzieht, den wir schon länger beobachten: Die Menschen verlassen sich nicht mehr auf die lebenslange Festanstellung, die großen Unternehmensmarken bieten nicht mehr unbedingt die erstrebenswerteste Karriere und der tägliche Weg ins Büro und dieser Büroalltag ganz allgemein sind auch nicht mehr die ideale Lebensform für Jedermann. In der Krise haben die Menschen gesehen, dass vieles im Wanken ist und man sich auf manche alte Institutionen und Regeln nicht mehr verlassen kann. Auf der anderen Seite macht die Technik heutzutage vieles möglich: Sie ermöglicht nicht nur das mobile und flexible Arbeiten, wie ich es im ersten Buch gezeigt habe, sondern erleichtert es auch, sich selbständig zu machen. Die Produktionsmittel, die man braucht, um eine Firma zu gründen, sind so unendlich viel günstiger geworden, dass es heute sehr viel einfacher geworden ist, das, was man wirklich gerne tut, als Beruf zu wählen, also seine Leidenschaften zum Job zu machen. Das finde ich neu und spannend.”

2. Was kann der Leser aus dem Buch lernen?

Markus Albers: “Die kleinste wirtschaftliche Einheit ist heute die eigene Person, das eigene Wissen. Man spricht natürlich schon länger von Wissensarbeit und von der kreativen Klasse, aber ich habe den starken Eindruck, dass wir zunehmend, und vielleicht zum ersten Mal, in eine Phase kommen, wo immer mehr Menschen wirklich sagen können: Das, was ich brauche, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, das ist in meinem Kopf! Und damit habe ich die Möglichkeit, das zu tun, woran mein Herz hängt und was ich wirklich gerne mache. Man hört das ja ganz oft von Menschen: „Wenn ich könnte, dann würde ich das und das machen“ – heute geht das tatsächlich! Und das tun auch immer mehr Menschen. Interessanterweise sind ausgerechnet im Krisenjahr 2009 in Deutschland mehr neue Unternehmen gegründet worden, als bestehende pleite gegangen sind. Ein zweiter Aspekt: Die Frage ist nicht nur, was man machen möchte, sondern auch wo man es machen möchte – sprich: die globale Mobilität nimmt zu, auch der Deutschen. So sind 2008 zum ersten Mal seit rund 25 Jahren mehr Menschen aus Deutschland ausgewandert als eingewandert, das hat sich 2009 fortgesetzt. Zwei große Trends, die diesen Strukturwandel belegen.”

3. Du hast “Meconomy” zunächst nur als E-Book veröffentlicht. Wie ist Dein Zwischenfazit? Denkst Du, dass andere Autoren Deinem Beispiel folgen werden (und sollten)?

Markus Albers: “Zumindest gibt es heute die Möglichkeit dazu und es ist viel einfacher als man denkt. Mein Verlag hatte den Erscheinungstermin des Buches auf den Herbst 2010 geschoben – und das war mir einfach zu spät, denn ich hatte das Manuskript im Herbst 2009 fertig, und es ist auch kein ganz zeitloses Thema, sondern hat eine hohe Aktualität. Als ich dann gesehen habe, dass mit der Ankündigung vieler neuer Lesegeräte das digitale Lesen im letzten Herbst klar in den Blickpunkt gerückt ist und gleichzeitig eine neue Debatte um Paid Content begann, habe ich mich ermutigt gefühlt, es einfach einmal selber zu versuchen und auf eigene Faust ein E-Book auf den Markt zu bringen. Das war der Anfang einer spannenden Odyssee. Die Buchbranche ist im Umbruch, und die wenigsten haben eine Antwort, was als Nächstes passiert. Das hat den Vorteil, dass man, wenn man wie ich ganz unbedarft auf Leute zugeht, überall offene Türen findet. Mir kam entgegen, dass viele an einem Experiment interessiert waren. Inzwischen gibt es Meconomy aber auch auf Papier: Über epubli und Amazon als Print on Demand – man kann es sogar ganz normal im Buchhandel bestellen. Bei aller Technikbegeisterung: Das Buch in der Hand zu halten, ist als Autor dann doch ein gutes Gefühl.”

Das Buch gibts bei Amazon. Weitere Infos und Updates, findet ihr auf Markus’ Blog

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