mehr Zeit - mehr Leben
11 Sep
Ich habe mich gestern mit Julian Siewert von surfnomade.de getroffen. Er hat in den letzten Jahren immer mal wieder den Lifestyle eines Surfnomaden gelebt.
Surfnomaden machen genau das, wovon viele Menschen nur träumen. Sie leben monatelang am Strand, gehen Ihrer Leidenschaft nach, genießen Ihr Leben und arbeiten per Internet. Eine Strandhütte in Thailand kostet einen Euro pro Nacht, für fünf gibt es die Luxusversion.
Mich fasziniert dieser Lifestyle, weil er so viele interessante Möglichkeiten vereint. Man kann mit Einnahmen auf westlichem Lohnniveau und Ausgaben auf ostasiatischem Niveau einen Lebensstil führen, der auf konventionelle Weise fast unmöglich wäre. Insofern ist es auch eine Form von Geoarbitrage.
Ressourcen werden eingekauft, wo sie am günstigsten sind, in dem Fall Wohnen und Lebenshaltung in Thailand. Und Produkte und Dienstleistungen werden da verkauft, wo sie am meisten einbringen. In dem Fall die eigene Arbeitskraft in Deutschland.
Julian möchte in nächster Zeit einiges aufbauen auf seiner Seite und ich werde auf jeden Fall noch ein Interview oder vielleicht sogar einen Gastbeitrag von ihm hier veröffentlichen. Vielleicht zum Leben am Strand, vielleicht aber auch zum Geld verdienen über das Internet am anderen Ende der Welt.
Bis dahin haltet surfnomade.de im Auge.
8 Mai
Eigentlich ist es nicht besonders schwierig, neue Leute kennenzulernen. Wenn Ihr geschäftlich oder privat neue Kontakte aufbauen wollt, geht Ihr an einen Ort, an dem Ihr viele Leute mit ähnlichen Interessen trefft, kommt mit Ihnen ins Gespräch und tauscht Kontaktdaten aus (vgl. “Die sechs Schritte zum perfekten Social Networking“).
Ich weiß selbst, dass es nicht immer ganz so einfach ist, aber ein meiner Ansicht nach viel schwierigerer Part folgt nach dem ersten Treffen. In diesem Post stelle ich ein paar praktische Ideen vor, mit denen Ihr Kontakte pflegen und alte Bekanntschaften wieder auffrischen könnt.
In meinem Artikel zum Social Networking habe ich vom Pingen gesprochen. Pingen bedeutet, sich regelmäßig kurz zu melden, um im Gedächtnis der Person zu bleiben. Kontakte zu pflegen und Beziehungen aufzufrischen ist im Grunde nichts anderes als Pingen. Je nachdem, wie sehr Ihr die Beziehung intensivieren wollt, könnt Ihr mit dem Ping auch ein persönliches Treffen vorbereiten.
Entschuldigt die Ausdrucksweise. Standardping hört sich wirklich schon sehr technisch an und könnte ein Begriff aus der Funkersprache sein. Oder ein Fachbergriff unter Tischtennisspielern… Aber weiter mit dem eigentlichen Inhalt:
Ich meine damit nichts anderes, als von Zeit zu Zeit immer mal eine E-Mail, Facebook-Nachricht oder SMS rauszuschicken oder kurz anzurufen. Ich habe im Auslandssemester viele Leute kennengelernt, die überall auf der Welt verteilt leben. Ein kurzes Treffen auf einen Kaffee ist da schwierig.
Wenn Ihr Euch gar nicht mehr meldet und nur schreibt, wenn Ihr selber angeschrieben werdet, werden diese Beziehungen über kurz oder lang einfach einschlafen.
Schreibt Ihr aber einfach alle paar Tage einer anderen Person eine Nachricht (Facebook ist ein supernützliches Tool dafür) und unterhaltet Euch ein bisschen darüber, was in ihrem Leben gerade passiert, bleibt Ihr im Gedächtnis und Ihr haltet Euch auf dem Laufenden. Wenn Ihr selber gerade an einem Projekt arbeitet, ergeben sich so auch oft Kooperationsmöglichkeiten.
Auf die Weise ist zum Beispiel auch meine kleine Asienimportaktion zustande gekommen. Ich habe nachgefragt, woran mein Freund in Peking gerade arbeitet und er hat mir von seinem Handelsgeschäft erzählt. Weil ich sowieso mein Importblog schreibe, hat es sich angeboten, eine kleine Kooperation zu starten.
So können alle profitieren. Meine Leser können so einfach in Asien einkaufen als würden sie bei Amazon bestellen, ich habe interessanten Content und kann meinen Lesern etwas bieten und er hat seine ersten Kunden.
Wenn Ihr mit Euch gut mit einer Gruppe verstanden habt, mit der Ihr mal gemeinsam eine Zeit verbracht habt, könnt Ihr ein Treffen initiieren, um alle persönlich wiederzutreffen.
Ein persönliches Treffen ist natürlich noch viel besser, um die Beziehung zu anderen Menschen aufrecht zu erhalten, als nur eine Nachricht zu schreiben oder kurz anzurufen. Und wenn die Stimmung in der Gruppe gut war, freuen sich die Anderen in der Regel, wenn jemand die Organisation eines Treffens in die Hand nimmt, weil sie selber oft nur zu beschäftigt (oder faul) sind, das selber zu machen und die Anderen auch gerne wiedersehen würden.
So eine Gruppe kann eine alte Schulklasse, ein Sportverein, Eine Seminargruppe oder Freunde aus einem Auslandsaufenthalt sein. Ich habe gerade vor zwei Wochen ein Treffen mit meinen Leuten aus Peking angeleihert. Den Termin haben wir gefunden und jetzt suchen wir nach einem schönen warmen Ort am Strand in Südfrankreich oder Italien, der für alle einfach zu erreichen ist.
Dieser “Ping” wird oft als unangemessen angesehen. Wieso sollte mir jemand helfen wollen, wenn ich mich nach langer Zeit zum ersten Mal wieder melde?
Ganz einfach: Egal, wie beschäftigt jemand ist und wie lange Ihr nichts mehr miteinander zu tun hattet, jeder freut sich, wenn er einem alten Freund oder Bekannten mit seinem Wissen ernsthaft weiterhelfen kann. Dadurch zeigt Ihr ihm nicht, dass Ihr ihn ausnutzen und von ihm profitieren wollt, sondern Ihr schenkt ihm vielmehr Anerkennung und würdigt seine Fähigkeiten.
Das hat natürlich Grenzen. Es sollte sich höchstens um einen kleinen Gefallen oder Rat handeln. Vielleicht bittet Ihr ihn darum, Euch jemandem vorzustellen oder Ihr fragt ihn nach seiner Meinung zu einer neuen Website.
Auf diese Weise bleibt Ihr in Kontakt, bekommt wertvolle Tipps und zeigt der anderen Person auch noch, dass Ihr ihre Meinung schätzt. Hört sich nicht zu sehr nach Ausnutzen an, oder?
Genauso könnt Ihr der anderen Person auch einen Rat geben oder Eure Hilfe anbieten. Wenn Ihr das ungefragt macht und nicht besserwisserisch rüberkommt, zeigt Ihr damit, dass Ihr Euch ernsthaft Gedanken über die Probleme Eures Bekannten macht und er von Eurer Hilfe profitieren kann.
Natürlich muss das Ganze taktvoll geschehen. Wenn Ihr wisst, dass Euer Bekannter gerade eine harte Trennung hinter sich hat, kommt es vielleicht nicht so gut, ihm eine tolle Stadt für einen Pärchenurlaub zu empfehlen.
Ich empfehle gerne ein Buch weiter, das mich persönlich weitergebracht hat. Zum Thema Social Networking war das zum Beispiel Keith Ferrazzi’s “Never Eat Alone“. Das Buch hat mir zum ersten MAl klar gemacht, was Social Networking ist und vor allem was es nicht ist. Ich würde diesen Post hier nie schreiben, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte.
Wenn Ihr jemanden kennenlernt, der Eurem Bekannten weiterhelfen könnte oder Euer Bekannter einem anderen Freund von Euch weiterhelfen könnte, stellt die beiden einander vor. Auf die Weise könnt Ihr zwei Menschen weiterhelfen, Ihr haltet den Kontakt aufrecht und Ihr baut Euch das Image auf, Menschen zusammenzurbringen.
Beispiel: Ihr lernt eine junge Band kennen, die Eurer Meinung nach großes Potential hat und stellt sie einem bekannten Musikagenten vor. Oder Ihr vermittelt einem Bekannten, der auch Unternehmer ist, einen günstigen Webdesigner in Indien.
Alle Methoden sind wertlos, wenn Ihr sie nicht anwendet und Euch keine konkreten Umsetzungspläne macht. Setzt Euch eine Routine. Nehmt zum Beispiel alle zwei Tage Kontakt zu einem alten Bekannten auf. Mit der Zeit baut Ihr so mehr und mehr Beziehungen auf. Eure Bekannten schreiben zurückund sie werden wieder mehr und mehr Teil Eures Lebens.
10 Apr
Die heutige Aufgabe beim “31 Days to Build a Better Blog“-Challenge war es, einem Leser eine E-Mail zu schreiben. Der Sinn dahinter ist es, sich nicht nur darum zu kümmern, neue Leser zu finden, sondern auch den bestehenden Lesern zu zeigen, dass man sie schätzt und sich freut, dass sie das eigene Blog lesen.
Die Aufgabe gefällt mir sehr gut. Vor allem hat sie mich zum ersten Mal auf die Idee gebracht, Leuten, die Kommentare schreiben, eine E-Mail zu schicken. Oft habe ich noch einen Gedanken oder eine Frage zu ihrem Kommentar, der untergeht, wenn ich ihn nur als Kommentar darunter schreibe.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht. ![]()
23 Mrz
Am 27. und 28. April findet auf dem Stuttgarter Messegelände die “NewCome 2009″ statt. Die Ausstellung bietet Unternehmensgründern die Möglichkeit, sich über alle Bereiche der Selbstständigkeit zu informieren oder beraten zu lassen. Es gibt einen eigenen Beratungsparcours, in dem Ihr in einstündigen Gesprächen verschiedene Bereiche mit Experten diskutieren könnt.
Wir werden zumindest am Freitag da sein und würden uns freuen, den einen oder anderen von Euch kennenzulernen. Kostenlose Tickets bekommt Ihr entweder bei Eurem Gründerverbund oder von Eurem Aussteller, wenn Ihr Euch für ein Beratungsgespräch registriert.
Mit dem Programmheft könnt Ihr Euch vorher informieren, welche Veranstaltungen Ihr besuchen und mit wem Ihr sprechen wollt.
Also wer ist dabei?
19 Mrz
Wer von uns hat nicht irgendwo zu Hause noch eine To-Do-Liste rumliegen, die mit großen Visionen erstellt, aber hinterher nie in die Tat umgesetzt wurde? Vor nicht allzu langer Zeit habe ich noch zu den Menschen gehört, die keine Ahnung von effektivem Time-Management habenversuchen, ihre Ziele und Pläne mit To-do-Listen zu organisieren und in die Tat umzusetzen.
Das Ergebnis? Ich habe kaum etwas geschafft bekommen und die To-do-Listen sind unaufhaltsam gewachsen. Ich bin zwar immer mal wieder auf die Listen gestoßen und habe mir gedacht, dass die Punkte schon Sinn machen, die ich da aufgeschrieben habe, aber konkret umgesetzt habe ich selten etwas.
Mittlerweile gehe ich ein bisschen systematischer vor. Der Grund, aus dem To-do-Listen in den meisten Fällen To-do-Listen bleiben, ist, dass keine konkreten Handlungen an sie geknüpft sind.
Bei mir standen da Dinge wie “Sommer Bergsteigen Alpen” oder “Contents schreiben Importblog”. Was fehlt bei diesen Formulierungen? Ich weiß zwar sofort, worum es geht, allerdings habe ich keine Kriterien definiert, wann das Ziel erreicht ist. Woher soll ich wissen, wann ich Sommer Bergsteigen Alpen auf meiner Liste abhaken kann?
To-Do Listen können in vier simplen Schritten in Handlungen umgesetzt werden.
Auf euren To-Do-Listen stehen bestimmt auch viele Dinge, bei denen es zwar irgendwo ganz nett wäre, wenn man sie erledigt hätte, die aber auch nicht wirklich wichtig sind. Damit Ihr Eure Zeit nicht mit Dingen verschwendet, die euch nicht weiterbringen, müsst Ihr Prioritätenverteilen.
Ich gehe dafür einfach durch meine Liste und mache leer Kreise, Kreise mit Plus- oder Kreise mit Minuszeichen hinter jeden Punkt in meiner Liste. Alle Punkte mit einem Minuszeichen streiche ich sofort.
Jetzt geht Ihr nochmal durch die Liste und schreibt an jeden Punkt, wie viel Zeit er in Anspruch nehmen soll. Das ist wichtig, um sich nicht endlos lange an einem Punkt aufzuhalten. Ihr kennt ja die Parkinsonsche Regel:
“Der Mensch benötigt für eine Aufgabe immer so viel Zeit, wie ihm dafür zur Verfügung steht.”
Hausarbeiten werden erst gemacht, wenn die Zeit zu knapp wird. Klausuren werden so lange geschrieben, wie Zeit zur Verfügung steht.
Deswegen formuliert Euch eine klare Zeitvorgabe für Eure Aufgaben.
Wie wird aus einem To-Do-Listenpunkt ein konkretes Ziel?
Wie formuliert man ein Ziel? Ganz einfach. Es muss konkrete Handlungen enthalten, deren Erreichen überprüfbar ist. Aus “Sommer Bergsteigen Alpen” kann ich also zum Beispiel “Ort und Zeit für Sommerurlaub in den Alpen festlegen”. Und weil das immer noch nicht überprüfbar genug ist, könnte ich kleine Pläne daraus ableiten:
Auf die Weise wisst Ihr ganz genau, welche Schritte nötig sind, um euren Plan in die Realität umzusetzen und Ihr könnt ganz genau überprüfen, ob Ihre eine Zwischenphase schon abgeschlossen habt.
Und zweitens ist eine Deadline wichtig. Wenn Ihr genau festlegt, bis wann ein Ziel erreicht sein soll, könnt Ihr an dem Tag auch genau überprüfen, ob Ihr es erreicht habt. Wenn Ihr Euch keine Deadline setzt, schiebt Ihr wahrscheinlich vor allem unangenehmere Aufgaben endlos vor Euch her.
Jetzt müsst Ihr nur noch einen Zeitplan mit Eure Zielen bauen. Nochmal kurz von Anfang an: Ihr seid durch eure Liste gegangen und habt Plus- und Minuszeichen an die einzelnen Punkte gemalt. Dann habt Ihr daneben geschrieben, wie viel Zeit die Umsetzung dauern soll (z.B. “Einkaufen 1 Stunde“). Alle Punkte, die allgemein und vage formuliert waren, habt Ihr in planbare Zile mit Zwischenschritten umformuliert und Ihr habt Deadlines festgelegt.
In eurer Liste stehen jetzt also ganz viele Punkte mit oder ohne Pluszeichen auf der rechten Seite und mit Zeitangaben auf der linken Seite.
Jeden Morgen nehmt Ihr Euch diese Liste und fangt bei den Punkten mit einem Plus an und ordnet sie in einen Zeitplan. Ein Zeitplan bedeutet für mich einfach nur eine DIN A4-Seite auf der ich aufschreibe, womit ich mich zu welchen Uhrzeiten beschäftige. Ich mache es gerne auf Papier, aber es geht genauso gut mit Outlook oder auf dem Iphone/Blackberry.
Und voila, von jetzt an arbeitet Ihr systematisch die wichtigen Punkte Eurer To-Do Listen ab, ohne Eure Zeit für unwichtige Dinge zu verschwenden. Die To-Do Losten sollten natürlich nicht das einzige Dokument sein, auf dem Ihr Euch Gedanken über Eure Ziele macht und es können täglich Punkte wegfallen oder dazukommen.
Viel Spaß beim Handeln!
Und lasst mich wissen, welche Systeme für Euch noch funktionieren.
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13 Mrz
Wir beide haben Tim Ferriss’ “The 4-Hour Workweek” gelesen und waren begeistert von den Ideen, mit denen er es schafft in 4 Stunden die Arbeit einer ganzen Woche zu erledigen.
Natürlich wollten wir ausprobieren , ob die Konzepte auch für uns als Studenten/Unternehmer geeignet sind. Wir studieren gerade im sechsten Semester BWL an der Uni Mannheim.
Wie können wir also mit möglichst wenig Arbeitsaufwand studieren, damit wir möglichst viel Zeit für unser Startup haben?
Erstmal haben wir unser Studium in seine Einzelteile zerlegt. Es gibt Vorlesungen, Übungen und Tutorien. In manchen Fächern müssen noch Case Studies oder Präsentationen abgeliefert werden und am Ende steht eine Klausur an. Keine Veranstaltung ist verpflichtend außer einer Übung, in der eine Präsentation einen Teil der Endnote ausmacht. Die Lehrmaterialien werden meist zur Verfügung getstellt und in den Veranstaltungen besprochen.
Also:
Zuerst müssen wir herausfinden, auf welchem Weg wir die Informationen am schnellsten aufnehmen können. Gibt es gute Folien, mit denen man den Stoff von einer 90-minütigen Vorlesung in einer halben Stunde verinnerlichen kann? Oder orientiert sich die Vorlesung sehr stark an einem Buch und reicht es eventuell sich die Informationen des Buchs aufzubereiten?
Das Ergebnis dieser Überlegungen und Experiemnte ist, dass wir wissen, wie wir den Stoff für die einzelnen Fächer am zeitsparendsten aufnehmen können.
Aber richtig wenig Arbeit ist das immer noch nicht und es gibt immer noch recht viele Veranstaltungen, die wir besuchen müssen. Außerdem muss man den Stoff immer wieder durcheghen, bis man ihn verinnerlicht hat und dazu muss man sich immer wieder die richtigen Informationen aus verschiedenen Medien zusammensuchen.
Also teilen wir die Vorlesungen einfach auf! Simon hört sich Externes Rechnungswesen an, ich gehe dafür in Wirtschaftsinformatik und so weiter.
Jetzt müssen wir die Informationen noch austauschen, ohne viel Zeit dafür aufbringen zu müssen. Nach jeder Veranstaltung reduzieren wir den Stoff also auf seinen absoluten Kern, lassen also alle überflüssigen Informationen weg und bereiten den Inhalt strukturiert in einer Mindmap auf.
Diese Mindmap wird nach jeder Vorlesung erweitert, so dass der Stoff am Ende des Semesters in einer einzigen Mindmap zusammengefasst ist und die Informationen nicht mehr auf verschiedenen Folien zusammengesucht werden müssen (für Mindmaps benutzen wir MindJet MindManager Pro 7).
Die Mindmaps werden intuitiv gestaltet, so dass auch ein dDritter die Zusammenhänge versteht. Trotzdem briefen wir uns einmal pro Woche und tauschen in ca. einer halben Stunde alle nötigen Infos aus.
Das Experiment läuft gerade noch. Ich werde Euch also auf dem laufenden halten. Vor allem die Prüfungsvorbereitung dürfte interessant werden. Zur Zeit haben wir beide definitiv nicht wesentlich mehr als vier Stunden Arbeitsaufwand pro Woche und können uns ganz auf unser Startup konzentrieren.
11 Mrz
Ich habs aber auch mit meiner Arbitrage, aber ganz ehrlich, ich mag den Begriff Social Arbitrage nicht besonders. Ich erzähle Euch gleich warum ich ihn trotzdem benutze. Erstmal eine kurze Erklärung, was ich damit meine.
Ich habe das Wort zum ersten in Keith Ferrazzi’s “Never Eat Alone” gehört. Ich kann das Buch nur immer wieder wärmstens empfehlen. Ich finde es so gut, dass ich noch einen eigenen Artikel darüber schreiben werde. Ganz einfach gesagt versteht Ferrazzi unter Social Arbitrage, dass Menschen sich verpflichtet fühlen etwas zurückzugeben, wenn sie etwas bekommen haben. Er spricht von Arbitrage, weil man mindestens genauso viel oder in der Regel mehr zurückgeben möchte und dadurch finanzmathematisch gesprochen ein Arbitragegewinn für denjenigen entsteht, der dem anderen zuerst einen Gefallen getan hat.
Was ist die Lehre, die ich daraus gezogen habe? Ich denke, wenn man etwas bekommen möchte, sollte man immer zuerst etwas geben, ohne dafür etwas zurückzuverlangen, viellleicht sogar ohne etwas zurückzuwollen.
Wenn Ihr anderen helft, nur um einen größeren Gefallen zurückzubekommen, merken sie das und letztendlich ist sogar Eure Hilfe unwillkommen. Wer nimmt schon gerne die Hilfe eines anderen an, wenn er weiß, dass er nur hilft, weil dafür auch etwas verlangt?
Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Genau so laufen Geschäfte ab. Das weiß ich. Der Wasserhahn tropft, also rufen wir einen Handwerker an, der uns hilft das Ganze wieder in Ordnung zu bringen, aber nur weil er dafür eine Gegenleistung in Form seiner Bezahlung verlangt. Schlecht fühlen wir uns dabei nicht.
Ich meine eine andere Ebene, auf der sich Menschen helfen, ohne dass Geld eine Rolle spielt. Im ganz normalen Alltag, in ganz normalen sozialen Situationen.
Ich habe beides ausprobiert. Ich habe anderen Gefallen getan, weil ich den Hintergedanken hatte, etwas zurückzubekommen und ich habe völlig selbstlos Dinge für andere getan, teilweise, obwohl ich wusste, dass ich nichts zurückbekommen werde.
Und ratet mal, was mir aufgefallen ist? Die unglaublichsten Möglichkeiten sind daraus entstanden, dass ich ohne Hintergdanken jemandem geholfen habe, einfach nur um ein guter Mensch zu sein.
Ein kurzes Beispiel. Blogger Hannes Stadlmair hat mein Importblog vor einiger Zeit in seinem Blog vorgestellt (nebenjob-heimarbeit.at). Daraufhin habe ich bis heute täglich viele Besucher von seinem Blog bekommen. Vor ein paar Wochen wollte ich mich dann bedanken. Ich wollte etwas zurückgeben.
Ich habe ihm also eine Nachricht geschrieben und ihn gefragt, was ich für ihn tun kann, um mich zu revanchieren für den riesigen Gefallen, den er mir damals getan hat. Seine Antwort war, dass er sich sehr über eine >Artikelserie von mir zum Thema eBay freuen würde. Die Artikel werden mit meinem Namen und Link signiert. Ich habe mir viel Mühe mit den Artikeln gegeben und hoffe, dass sie super bei seinen Lesern ankommen, aber im Grunde wollte ich ihm nur etwas zurückgeben und als Resultat bekomme ich wieder etwas zurück, nämlich Besucher von seiner Seite.
Wenn Ihr wiklich im Leben überrascht werden wollt mit Freuden, die Ihr nicht erwartet habt, dann gebt zuerst etwas an andere Menschen weiter. Und macht es nicht, um etwas dafür zurückzubekommen.
Dieser Grundsatz ist so einfach und wahrscheinlich hat jeder schonmal von seinen Eltern gehört, dass geben seliger ist als nehmen, aber wenige leben wirklich danach. Viele suchen nur den kurzfristigen Vorteil für sich selbst.
Deswegen denkt einmal am Tag darüber nach, wie Ihr einem anderen Menschen wirklich helfen oder ihm eine Freude machen könnt.
Ich freue mich auf Eure Gedanken und Kommentare hierzu!