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Category — Produktivität

So motiviert man sich zu unangenehmen Aufgaben

Es gibt immer ein paar Dinge, die sich weder vermeiden noch outsourcen lassen und oft ist es schwierig, sich zu diesen Aufgaben zu motivieren. Da kann das Time-Management noch so ausgeklügelt sein. Wenn uns eine Aufgabe wirklich unanagenehm ist, finden wir einen Weg, Sie zu vermeiden.

In diesem Artikel möchte ich Euch eine Strategie vorstellen, mit der Ihr unangenehme Aufgaben schneller hinter Euch bringen könnt.

Strategie: Unanagenehme Aufgaben mit Sanktionen verknüpfen

Die Schule arbeitet sehr erfolgreich mit Sanktionen. Wenn man als Schüler nicht lernt und seine Hausaufgaben nicht macht, bekommt man eine schlechte Note. Ich kenne ein paar Ausnahmefälle, aber die Sanktion “schlechte Note” funktioniert in der Regel ganz gut, um faule Schüler zum Lernen zu motivieren.

Genauso benutzt der Staat Sanktionen, um die Bürger zu einem bestimmten Verhalten zu motivieren. Nachdem ich innerhalb der letzten paar Wochen insgesamt sechs Parktickets bekommen habe, kaufe sogar ich mir Parkscheine und achte darauf, wo ich parke.

Unangenehme Aufgaben könnt Ihr genauso an Sanktionen knüpfen. Ich habe Euch letzte Woche von unserer Herausforderung “Wie schnell kann ich den Stoff einer Vorlesung lernen?” erzählt. Und glaubt mir, wir hätten sie nie auch nur annähernd geschafft, wenn wir nicht jeder 40 € in einen Umschlag getan und uns versprochen hätten, dass wir das Geld auf der Straße verschenken, wenn wir die Frist nicht einhalten.

Um diese Methode noch effizienter zu machen, gebt das Geld einem Dritten, dem Ihr vertraut. Sagt ihm genau, was Ihr bis zu einem bestimmten Termin erreichen wollte und wenn Ihr die Frist nicht einhaltet, soll er das Geld an einen verfeindeten Fußballverein spenden.

Diese Methode macht die zu erledigenden Aufgaben nicht unbedingt interessanter, aber zumindest habt Ihr eine Motivation, die funktioniert.

Habt Ihr andere Motivationsstrategien, die für Euch gut funktionieren, dann freue ich mich über Euren Kommentar!

Mai 6, 2009   4 Comments

Die 4-Stunden Studienwoche: Wie schnell kann man den Stoff einer Vorlesung lernen?

Heute berichte ich Euch wieder von einem kleinen Feldversuch. Simon und ich haben ausprobiert, ob wir den Stoff, den wir bisher in zwei Vorlesungen behandelt haben, an einem Tag lernen können.

Bis zu den Klausuren sind es noch vier Wochen. Das Semester hat Mitte Februar angefangen und gerade hatten wir zwei Wochen Osterferien, also sollten es ungefähr zwei Drittel des gesamten Stoffes sein.

Ich habe vor kurzem schonmal von unserem “4-Stunden Studienwoche“-Projekt berichtet. Wir versuchen gerade, den Zeitaufwand für die Uni so gering wie möglich zu halten. Wie ich meine “Bachelorarbeit” geschrieben habe, habe ich Euch vor ein paar Tagen ja schon beschrieben.

Heute haben wir uns also an die Aufgabe gemacht, den Vorlesungsstoff so schnell wie möglich zu lernen.

Der Stoff welcher Vorlesungen lässt sich an wenigen Tagen lernen?

Es reicht natürlich nicht in jedem Studiengang, sich einen oder zwei Tage mit dem Stoff zu beschäftigen. Manchmal muss man Dinge ja sogar verstehen oder nachvollziehen können.

In Marketing und externem Rechnungswesen ist das allerdings genau nicht der Fall. Beide Fächer sind nur eine Aneinanderreihung von Informationen. In Marketing wechseln sich eigentlich nur Modelle, Matrizen und Folien voller Bulletpoints ab und in Rewe geht es auch nur um Prüfungsvorschriften und Ansetzungskriterien (Bilanzen etc. für Nicht-BWLer;).

Die Fächer eignen sich also super für Schnelllernverfahren, weil man wenig verstehen und einfach nur auswendig lernen muss. Die Sinnhaftigkeit ist eine andere Frage, aber in diesem Post geht es nur darum, wie man die Anforderungen mit möglichst wenig Aufwand erfüllt und den Stoff nicht gleich wieder vergisst nach den Klausuren.

1. Schritt: Informationen durchgucken und sortieren

Der ganze Stoff sollte an einem Stück geordnet vorliegen. Dann braucht man sich später nichts mehr zusammensuchen. Außerdem sollte man ihn sich schon einmal angeschaut haben. Für Leute, die in Vorlesungen gehen, sollte das kein Thema sein. Ich hatte allerdings bis heute keine Ahnung, worum es in diesem Skript geht.

Also geht den Stoff einmal durch, damit Ihr den gesamten Zusammenhang kennt. Danach fällt es viel einfacher, die einzelnen Kapitel zu verknüpfen.

Ganz wichtig: Sortiert alles aus, das irrelevant ist. So erspart Ihr Euch eine Menge Arbeit. Viele Beispiele sind zwar ganz anschaulich, aber nicht relevant für eine Klausur.

2. Schritt: Den Stoff auswendig lernen

Traurig, aber wahr. Jetzt müsst Ihr den Stoff nur noch auswendig lernen. Das Ganze sieht anders aus, wenn Ihr Physik oder Matrhe studiert, aber in den meisten geisteswissenschaftlichen Fächern ist es damit so gut wie getan.

Der Knackpunkt ist die Lerntechnik. Eigentlich ist es absurd, aber in der Schule bekommt man in der Regel nicht beigebracht, wie man lernt. Ich hatte jedenfalls nie ein Fach, in dem wir uns konkret mit Lerntechniken beschäftigt haben. Aber sie sind auch jetzt noch ganz einfach zu lernen.

Wenn der Stoff noch sehr ungeordnet ist, macht Euch eine Mindmap mit den wichtigsten Themenfeldern. Ich benutze Mindjet MindManager Pro 7. Minmaps auf dem Papier machen meiner Meinung nach nicht viel Sinn, weil sie sich hinterher nicht mehr vernünftig bearbeiten lassen.

Wenn Ihr zur Zeit überhaupt keine Mindmaps benutzt, müsst Ihr Euch vielleicht erst daran gewöhnen, Informationen so zu organisieren, aber nach einiger Zeit werdet Ihr es lieben. Und Ihr glaubt gar nicht, was sich alles mit einer Mindmap machen lässt. Theoretisch könnt Ihr Eurer ganzes Zeitmanagement und sogar ganze Projekte mit Mindmaps organisieren.

Für das Lernen ist die Anordnung von Informationen auf diese Weise sinnvoll, weil das Gehirn nicht linear denkt, sondern Informationen ähnlich kategorisiert und verknüpft wie eine Mindmap.

Als nächstes kommt der wichtigste Schritt: das eigentliche Auswendiglernen. Ich beschreibe Euch kurz, die Techniken, mit denen das am einfachsten und schnellsten geht, aber ich empfehle ich wärmstens zwei Bücher zum Thema:

 

In Power-Tool Gedächtnis beschreiben die Gedächtnisweltmeister Roland und Oliver Geisselhart, mit welchen Techniken man sich Dinge am schnellsten und dauerhaftesten einprägen kann. Ich konnte mir nach einer halben Stunde mit diesem Buch fünfzig vollkommen zusammenhangslose Sätze innerhalb von ca. fünf Minuten merken. Und da waren Sachen bei wie “Das Hochbauamt verbietet den Ausbau von Dachgeschosswohnungen” bei.

Grüning beschreibt in seinem Buch alle Phasen des Lernens. vom Speed Reading übers Mind Mapping bis hin zu Gedächtnistechniken.

Die wichtigsten zwei Gedächtnistechniken, die ich für den Marketingstoff angewendet habe, sind die Zahlensymbole und die Verwendung von Bildern und Geschichten.

Die Zahlensymbole findet Ihr auf der Homepage von Roland Geisselhart.

Mit dieser Technik kann man sich Folien, auf denen nur Bulletpoints stehen, super merken. Jede Zahl bekommt ein Symbol, das ihr ähnlich sieht und jetzt müsst Ihr nur noch die Information auf der Folie mit dem jeweiligen Zahlensymbol verknüpfen (Guckt Euch hierzu am besten erst die Zahlensymbole an, dann sollte klarwerden, was ich meine). Stellt Euch die Information irgendwie bildlich vor und verknüpft sie möglichst außergewöhnlich mit dem Gegenstand des Zahlensymbols.

Beispiel: Auf einer Folie war der erste Punkt “complaint definition”. Also habe ich mir vorgestellt, wie der verärgerte Kunde zu Beschwerdenannahmestelle kommt und ihm dort erstmal eine Kerze vorgesetzt wird, damit er ein Beschwerdeformular ausfüllen kann. Je verrückter und außergewöhnlicher die Verknüpfungen sind, umso besser kann man sie sich merken (und ich weiß, dass diese jetzt nicht sonderlich verrückt war).

Teilweise sind die Stories so verrückt, dass man nur noch darüber lachen kann, wenn man sie später nochmal durchgeht. Dann sind sie ganz gut, denke ich.

Informationen, die Ihr nicht mit den Zahlensymbolen verknüpft (und das ist der größte Teil), könnt  Ihr in andere Bilder einbauen und aus diesen Bilder baut Ihr Euch neue Geschichten. Die Geschichten müssen keinen Sinn ergeben. Sie sollen Euch nur den Stoff im Gedächtnis verankern.

Die Techniken sind ganz leicht. Vor allem, nachdem Ihr Power-Tool Gedächtnis gelesen habt, werdet Ihr keine großen Probleme mehr damit haben, Dinge auswendig zu lernen. Je mehr Ihr die Technken verwendet, desto kreativer werdet Ihr und desto besser könnt Ihr Euch Dinge vorstellen.

3. Schritt: Informationen verankern

Wenn Ihr den Stoff in Bilder und Geschichten “übersetzt”, prägt Ihr Euch einen Großteil schon ein. Wenn Ihr ein zweites mal drüber geht, werdet Ihr schon merken, dass Euch die Geschichten ganz automatisch wieder einfallen.

Damit Ihr Euch aber wirklich alles merken könnt, geht am besten noch zwei oder dreimal durch den ganzen Stoff. Das dauert nicht mehr lange. Ihr müsst nur kurz die Geschichten der einzelnen Kapitel durchgehen. Der Stoff ist jetzt schon in eurem Gedächtnis. Ihr müsst ihn nur noch ein bisschen verfestigen.

Wiederholt den Stoff einmal am nächsten Tag. Vieles habt Ihr Euch wahrscheinlich schon behalten. Wartet jetzt nochmal etwa eine Woche und geht alles noch einmal durch (das wird nicht mehr als 1-2 Stunden dauern je nach Stoffmenge). Nach drei bis vier Durchgängen habt Ihr alle wichtigen Informationen eingebaut und Euch die wichtigsten Geschichten eingeprägt.

Jetzt könnt Ihr Eure Klausur schreiben und Ihr habt den Stoff auch hinterher noch parat. Früher habe ich mir den Stoff oft in den Wochen vor den Klausuren reingeprügelt und direkt danach wieder mehr oder weniger vergessen. Mit Bildern und Geschichten gelernter Stoff bleibt viel länger im Gedächtnis. Außerdem macht Lernen so schon fast Spaß.

Ich werde in den nächsten Wochen noch öfter über unsere Lernmethoden berichten. Wenn Euch das interessiert, möchtet Ihr vielleicht unseren RSS Feed abonnieren, um keinen Artikel zu verpassen.

April 30, 2009   3 Comments

Parkinsonsche Regel in Action – Wie schreibe ich eine Abschlussarbeit an einem Wochenende?

Es ist geschafft! Am Mittwoche Nachmittag um kurz vor Drei habe ich meine Bachelorarbeit in zweifacher Ausführung, gebunden und unterschrieben im Skretariat meines Lehrstuhls abgegeben.

Um es vorwegzunehmen: Ich habe sie nicht an einem Wochenende geschrieben. Ich war am Ende doch ein bisschen zu risikoscheu. Aber ich habe es immerhin in einer Woche gemacht UND ich bin jetzt überzeugt davon, dass es auch an drei Tagen ginge.

In dieser einen Woche habe ich jeden Tag maximal sechs Stunden an der Thesis gearbeitet. Allein da ließe sich noch einiges mehr machen, aber ich hatte schon nach sechs  mehr oder weniger produktiven Stunden einfach keine Lust mehr und wollte auch noch andere Dinge machen.

Was mir besonders aufgefallen ist: Jeder, mit dem ich gesprochen habe, der lange an der Arbeit geschrieben hat, hat in den ersten Wochen viel vor sich hingearbeitet, ohne wirklich voranzukommen. Und in den letzten Tagen hatte diese Leute komischerweise genauso viel zu tun wie ich, obwohl sie schon viel mehr Zeit in die Arbeit gesteckt haben und längst hätten fertig sein sollen.

Wie wendet man die Parkinsonsche Regel am besten an?

Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht – und nicht in dem Maß, wie komplex sie tatsächlich ist. (vgl. Wikipedia)

Im Fall der Abschlussarbeit ist es ganz einfach. Die Deadline ist extern vorgegeben, also kann man seine Arbeitszeit mithilfe der Parkinsonschen Regel minimieren, indem man einfach erst anfängt zu arbeiten, wenn einem nicht mehr viel Zeit bleibt. So hab ich es gemacht.

In dem Fall habt Ihr keine Zeit mehr, Euch mit unwichtiger Lektüre aufzuhalten und ständig an irgendwelchen Kleinigkeiten rumzubessern.

Das Resultat ist natürlich auch nicht das bestmögliche! Mir ging es aber nur darum, Anforderungen in möglichst geringer Zeit zu erfüllen. Sicherlich könnt Ihr eine bessere Arbeit schreiben, wenn Ihr Euch erst ausführlich in die Literatur einarbeitet und hinterher Abschnitt für Abschnitt den Text nochmal durchgeht und mit Eurem Betreuer durchsprecht. Das hängt von Euren Prioritäten ab.

Jeder muss selber abwägen, wie viel ihm eine geringe Verbesserung wert ist, wenn sie ihn sehr viel Zeit kostet. Hier kommt auch das 80/20-Prinzip wieder ins Spiel. 80% der Resultate können in 20% der Zeit erreicht werden. Um die restlichen 20% zu erreichen ist ein viel größerer Zeitaufwand nötig. So kann man dann natürlich auch sechs Wochen an einem Thema arbeiten und die Arbeit ist immer noch nicht perfekt.

Wenn es keine vorgegebene Deadline gibt, Ihr Parkinson zum Beispiel für ein privates Projetk nutzen wollt, ist es schwierig sich selbst zu motivieren, wenn die Aufgabe unangenehm ist und man viel mehr Zeit zur Verfügung hat.

Oft schieben wir solche Aufgaben dann vor uns her. Eine gute Methode, den äußeren Druck trotzdem aufzubauen, ist es, einem Freund einfach 100 € zu geben und jeden Tag, den Ihr mit Eurer Aufgabe überzeiht, darf er 10 Euro behalten. Wählt die Person gut aus. Nicht, dass Euer Freund hinterher selber dafür sorgt, dass Ihr die Aufgabe nicht schafft. ;-)

Fazit

Also wie kann Parkinson am besten angewendet werden? Wenn es externen Druck gibt, fangt einfach erst dann mit der Aufgabe an, wenn Ihr nicht mehr Zeit dafür zur Verfügung habt, wie Ihr unbedingt braucht. Und wenn es keine äußeren Verpflichtungen gibt, schafft Euch den Druck selber, indem Ihr zum Beispiel einem Freund 100 Euro gebt.

April 25, 2009   3 Comments

TMD: Ankündigung – Wie schaffe ich es, nie mehr aufzuschieben?

Was du heute kannst besorgen… Nie mehr aufschieben

Wer kennt es nicht: Man nimmt sich viel für den Tag vor, macht sich eine ellenlange to-do List und am Ende des Tages hat man so ziemlich gar nichts erledigt. Man hat ja nur eben noch mal kurz die Mails gecheckt, nur eben kurz bei Amazon vorbeigeschaut, dann ganz kurz zwei Messages auf Facebook abgeschickt und hat sich dann erstmal was zu essen gemacht. Am Ende des Tages fragt man sich oft, wo die ganze Zeit hin ist. Dann bekommt man ein schlechtes Gewissen, dass man nichts erledigt hat und packt sicherheitshalber noch zwei, drei Punkte mehr auf die to-do-List für den nächsten Tag.

Dieses Verhalten ist allzu menschlich und kaum jemand ist überhaupt nicht davon betroffen. Manche eben mehr und manche weniger. Es gibt einen wissenschaftlichen Fachbegriff für das chronische Aufschieben: Procrastination. Procrastination hält uns davon ab produktiv zu sein, konsequent auf unsere Ziele hinzuarbeiten und was noch viel schlimmer ist sie hält uns davon ab zu leben. Wie oft habt ihr schon Freunden abgesagt, weil ihr noch an einem dringenden Projekt arbeiten „müsst”? Wie oft habt ihr das Training sausen lassen, weil ihr ja den ganzen Tag nicht wirklich vorangekommen seid und deshalb abends um 10 nochmal Vollgas geben „müsst” (Was defacto aber in youtube Videos schauen endet)?

Procrastination ist, wie gesagt ein sehr menschliches Verhaltensmuster. Ist das Ganze nur eine Frage der Disziplin? Sind chronische Aufschieber nicht einfach nur faul und unmotiviert? Alles eine Frage der Willensstärke? Dies ist genau der falsche Ansatz, der zu noch mehr Stress, Angst und folglich aufgeschobenen Aufgaben führt.

Ich möchte euch in einer Artikelserie vorstellen, wie ihr Schritt für Schritt das Aufschieben in den Griff bekommt, produktiver werdet und gleichzeitig mehr Freizeit gewinnt, die ihr ohne schlechtes Gewissen genießen könnt. Es geht dabei darum die Probleme anzugehen die Procrastination zu Grunde liegen, da das Aufschieben keine Ursache sondern lediglich ein Symptom ist. Dabei orientiere ich mich vom Aufbau am hervorragenden Buch „The Now Habit: A Strategic Program for Overcoming Procrastination and Enjoying Guilt-Free Play” von Dr. Neil Fiore. Ich möchte es jedem ans Herz legen, dieses Buch zu lesen. Gleichzeitig gebe ich euch viele praktische Beispiele, wie ich mich persönlich weg vom „Aufschieber” hin zum „Producer” entwickelt habe.

Lest bald im ersten Teil: Warum schieben wir Aufgaben auf und schaden uns damit selbst?

Simon

Nie mehr aufschieben Teil 1 – Warum schieben wir Aufgaben auf und schaden uns damit selbst?

April 9, 2009   1 Comment

Geoarbitrage Day: Virtuelle persönliche Assistenten in Deutschland?

Die  meisten von Euch kennen wahrscheinlich Timothy Ferriss und die “4-Hour Workweek” (bzw: “Die 4-Stunden-Woche“). In dem Buch beschreibt Ferriss, wie er die Arbeit einer ganzen Woche in vier Stunden erledigen und trotzdem den Lifestyle eines Millionärs führen kann.

Jeder, der das Buch gelesen hat, ist begeistert von Ferriss’ Ideen und Konzepten, aber viele deutsche Leser sind skeptisch, ob sich der Lifestyle auch in Deutschland realisieren lässt.

In einem Kapitel beschreibt Ferriss, wie er VPAs, virtual personal assistants, in Indien dafür einsetzt, einfache zeitintensive Aufgaben zu erledigen. Die Leute sprechen sehr gutes Englisch und arbeiten schon ab 4-5 Dollar pro Stunde.

Er lässt seine E-Mails beispielsweise komplett von einem Assistenten beantworten und erledigt selber nur noch Aufgaben, die er nicht delegieren kann.

Auf die Weise alleine spart er jeden Tag viele Stunden Arbeit und kann sich auf das konzentrieren, was er wirklich tun möchte und was ihm dabei hilft, seine Ziele zu verwirklichen.

Gibt es virtuelle persönliche Assistenten in deutscher Sprache?

Zur Zeit gibt es einige Anbieter von virtuellen Assistenten in Deutschland, allerdings nutzt davon noch keiner Geoarbitrage, um den Service zu einem vergleichbaren Preis wie die indischen Firmen anzubieten.

Wir wollten den Lifestyle der 4-Stunden-Woche natürlich auch umsetzen, also haben wir uns nicht damit zufrieden gegeben, dass es in Deutschland einfach keine VPAs gibt.

Wir haben angefangen nach Möglichkeiten zu recherchieren und wir haben einen Weg gefunden, virtuelle persönliche Assistenten in Deutschland fast so günstig zu bekommen wie in Indien;natürlich deutschsprachig! :-)

Dieser Artikel ist nur schonmal eine erste Ankündigung. Wir benutzen zur Zeit selber schon einen VPA und wir werden sehr bald die ersten Assistenten anbieten können. Erstmal nur in einer kleinen Testphase und später ganz regulär an jeden, der den 4-Hour Workweek Lifestyle in Deutschland wahrmachen möchte.

Wie weit seid Ihr mit der Umsetzung der 4-Stunden-Woche? Welche Konzepte benutzt Ihr und woran arbeitet Ihr noch?

Und was mich natürlich auch interessieren würde: Welche Aufgaben habt Ihr, die Ihr gerne an einen virtuellen Assistenten abgeben würdet?

April 4, 2009   5 Comments

TMD: Welche Haltung gegenüber Zeit ist richtig?

Es gibt riesige Unterschiede in der Weise, wie wir mit Zeit umgehen. Die einen teilen sich jede Minute akribisch ein, um möglichst produktiv zu sein und andere nehmen sich Dinge vor, aber setzen sie nie um, weil sie meinen, sie hätten nicht genug Zeit.

Ich möchte in diesem Post ein paar anderen Damen und Herren das Reden überlassen.Vielleicht findet der ein oder andere auf dem Weg ja ein bisschen mehr über seine persönliche Haltung zur Zeit heraus.

“Don’t say you don’t have enough time. You have exactly the same number of hours per day that were given to Helen Keller, Pasteur, Michelangelo, Mother Teresa, Leonardo da Vinci, Thomas Jefferson, and Albert Einstein.”
– H. Jackson Brown

“The bad news is time flies. The good news is you’re the pilot.”
– Michael Altshuler

“A wise person does at once, what a fool does at last. Both do the same thing; only at different times.”
– Baltasar Gracian

“Many people seem to think that success in one area can compensate for failure in other areas. But can it really?…True effectiveness requires balance.”
– Stephen Covey

“Never let yesterday use up today.”
– Richard H. Nelson

März 26, 2009   No Comments

4 Schritte, um aus To-Do-Listen Handlungen zu machen

Wer von uns hat nicht irgendwo zu Hause noch eine To-Do-Liste rumliegen, die mit großen Visionen erstellt, aber hinterher nie in die Tat umgesetzt wurde? Vor nicht allzu langer Zeit habe ich noch zu den Menschen gehört, die keine Ahnung von effektivem Time-Management habenversuchen, ihre Ziele und Pläne mit To-do-Listen zu organisieren und in die Tat umzusetzen.

Das Ergebnis? Ich habe kaum etwas geschafft bekommen und die To-do-Listen sind unaufhaltsam gewachsen. Ich bin zwar immer mal wieder auf die Listen gestoßen und habe mir gedacht, dass die Punkte schon Sinn machen, die ich da aufgeschrieben habe, aber konkret umgesetzt habe ich selten etwas.

Mittlerweile gehe ich ein bisschen systematischer vor. Der Grund, aus dem To-do-Listen in den meisten Fällen To-do-Listen bleiben, ist, dass keine konkreten Handlungen an sie geknüpft sind.

Bei mir standen da Dinge wie “Sommer Bergsteigen Alpen” oder “Contents schreiben Importblog”. Was fehlt bei diesen Formulierungen? Ich weiß zwar sofort, worum es geht, allerdings habe ich keine Kriterien definiert, wann das Ziel erreicht ist. Woher soll ich wissen, wann ich Sommer Bergsteigen Alpen auf meiner Liste abhaken kann?

To-Do Listen können in vier simplen Schritten in Handlungen umgesetzt werden.

1. Prioritäten vergeben

Auf  euren To-Do-Listen stehen bestimmt auch viele Dinge, bei denen es zwar irgendwo ganz nett wäre, wenn man sie erledigt hätte, die aber auch nicht wirklich wichtig sind. Damit Ihr Eure Zeit nicht mit Dingen verschwendet, die euch nicht weiterbringen, müsst Ihr Prioritätenverteilen.

Ich gehe dafür einfach durch meine Liste und mache leer Kreise, Kreise mit Plus- oder Kreise mit Minuszeichen hinter jeden Punkt in meiner Liste. Alle Punkte mit einem Minuszeichen streiche ich sofort.

2. Dauer bestimmen

Jetzt geht Ihr nochmal durch die Liste und schreibt an jeden Punkt, wie viel Zeit er in Anspruch nehmen soll. Das ist wichtig, um sich nicht endlos lange an einem Punkt aufzuhalten. Ihr kennt ja die Parkinsonsche Regel:

“Der Mensch benötigt für eine Aufgabe immer so viel Zeit, wie ihm dafür zur Verfügung steht.”

Hausarbeiten werden erst gemacht, wenn die Zeit zu knapp wird. Klausuren werden so lange geschrieben, wie Zeit zur Verfügung steht.

Deswegen formuliert Euch eine klare Zeitvorgabe für Eure Aufgaben.

3. To-Do-Listen in konkrete Ziele umwandeln

Wie wird aus einem To-Do-Listenpunkt ein konkretes Ziel?

  1. Formulierung als Ziel
  2. Deadline setzen

Wie formuliert man ein Ziel? Ganz einfach. Es muss konkrete Handlungen enthalten, deren Erreichen überprüfbar ist. Aus “Sommer Bergsteigen Alpen” kann ich also zum Beispiel “Ort und Zeit für Sommerurlaub in den Alpen festlegen”. Und weil das immer noch nicht überprüfbar genug ist, könnte ich kleine Pläne daraus ableiten:

  • Ort: “Fünf verschiedene Ort in den Alpen raussuchen, von denen aus geführte Hochalpintouren angeboten werden. Ergebnisse in Exceltabelle ordnen und den anderen Tourteilnehmern vorstellen. Anschließend einen Ort auswählen und Flüge buchen.”
  • Zeit: “Kalenderübersicht machen mit allen Zeiten, die für Sommerurlaub in Frage kommen. Selbe Übersicht von anderen Tourteilnehmern besorgen. Zeiten bestimmen an denen alle Zeit haben. Zwei Wochen auswählen.”

Auf die Weise wisst Ihr ganz genau, welche Schritte nötig sind, um euren Plan in die Realität umzusetzen und Ihr könnt ganz genau überprüfen, ob Ihre eine Zwischenphase schon abgeschlossen habt.

Und zweitens ist eine Deadline wichtig. Wenn Ihr genau festlegt, bis wann ein Ziel erreicht sein soll, könnt Ihr an dem Tag auch genau überprüfen, ob Ihr es erreicht habt. Wenn Ihr Euch keine Deadline setzt, schiebt Ihr wahrscheinlich vor allem unangenehmere Aufgaben endlos vor Euch her.

4. Zeiten festlegen und Handeln!

Jetzt müsst Ihr nur noch einen Zeitplan mit Eure Zielen bauen. Nochmal kurz von Anfang an: Ihr seid durch eure Liste gegangen und habt Plus- und Minuszeichen an die einzelnen Punkte gemalt. Dann habt Ihr daneben geschrieben, wie viel Zeit die Umsetzung dauern soll (z.B. “Einkaufen 1 Stunde“). Alle Punkte, die allgemein und vage formuliert waren, habt Ihr in planbare Zile mit Zwischenschritten umformuliert und Ihr habt Deadlines festgelegt.

In eurer Liste stehen jetzt also ganz viele Punkte mit oder ohne Pluszeichen auf der rechten Seite und mit Zeitangaben auf der linken Seite.

Jeden Morgen nehmt Ihr Euch diese Liste und fangt bei den Punkten mit einem Plus an und ordnet sie in einen Zeitplan. Ein Zeitplan bedeutet für mich einfach nur eine DIN A4-Seite auf der ich aufschreibe, womit ich mich zu welchen Uhrzeiten beschäftige. Ich mache es gerne auf Papier, aber es geht genauso gut mit Outlook oder auf dem Iphone/Blackberry.

Und voila, von jetzt an arbeitet Ihr systematisch die wichtigen Punkte Eurer To-Do Listen ab, ohne Eure Zeit für unwichtige Dinge zu verschwenden. Die To-Do Losten sollten natürlich nicht das einzige Dokument sein, auf dem Ihr Euch Gedanken über Eure Ziele macht und es können täglich Punkte wegfallen oder dazukommen.

Viel Spaß beim Handeln! ;) Und lasst mich wissen, welche Systeme für Euch noch funktionieren.

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März 19, 2009   1 Comment

Case Study – Die 4-Stunden Studienwoche: Teil 1

Wir beide haben Tim Ferriss’ “The 4-Hour Workweek” gelesen und waren begeistert von den Ideen, mit denen er es schafft in 4 Stunden die Arbeit einer ganzen Woche zu erledigen.

Natürlich wollten wir ausprobieren , ob die Konzepte auch für uns als Studenten/Unternehmer geeignet sind. Wir studieren gerade im sechsten Semester BWL an der Uni Mannheim.

Wie können wir also mit möglichst wenig Arbeitsaufwand studieren, damit wir möglichst viel Zeit für unser Startup haben?

Studieren in 4 Stunden pro Woche

Erstmal haben wir unser Studium in seine Einzelteile zerlegt. Es gibt Vorlesungen, Übungen und Tutorien. In manchen Fächern müssen noch Case Studies oder Präsentationen abgeliefert werden und am Ende steht eine Klausur an. Keine Veranstaltung ist verpflichtend außer einer Übung, in der eine Präsentation einen Teil der Endnote ausmacht. Die Lehrmaterialien werden meist zur Verfügung getstellt und in den Veranstaltungen besprochen.

Also:

Schritt 1: Informationsaufnahme

Zuerst müssen wir herausfinden, auf welchem Weg wir die Informationen am schnellsten aufnehmen können. Gibt es gute Folien, mit denen man den Stoff von einer 90-minütigen Vorlesung in einer halben Stunde verinnerlichen kann? Oder orientiert sich die Vorlesung sehr stark an einem Buch und reicht es eventuell sich die Informationen des Buchs aufzubereiten?

Das Ergebnis dieser Überlegungen und Experiemnte ist, dass wir wissen, wie wir den Stoff für die einzelnen Fächer am zeitsparendsten aufnehmen können.

Aber richtig wenig Arbeit ist das immer noch nicht und es gibt immer noch recht viele Veranstaltungen, die wir besuchen müssen. Außerdem muss man den Stoff immer wieder durcheghen, bis man ihn verinnerlicht hat und dazu muss man sich immer wieder die richtigen Informationen aus verschiedenen Medien zusammensuchen.

Also teilen wir die Vorlesungen einfach auf! Simon hört sich Externes Rechnungswesen an, ich gehe dafür in Wirtschaftsinformatik und so weiter.

Schritt 2: Informationsaufbereitung

Jetzt müssen wir die Informationen noch austauschen, ohne viel Zeit dafür aufbringen zu müssen. Nach jeder Veranstaltung reduzieren wir den Stoff also auf seinen absoluten Kern, lassen also alle überflüssigen Informationen weg und bereiten den Inhalt strukturiert in einer Mindmap auf.

Diese Mindmap wird nach jeder Vorlesung erweitert, so dass der Stoff am Ende des Semesters in einer einzigen Mindmap zusammengefasst ist und die Informationen nicht mehr auf verschiedenen Folien zusammengesucht werden müssen (für Mindmaps benutzen wir MindJet MindManager Pro 7).

Die Mindmaps werden intuitiv gestaltet, so dass auch ein dDritter die Zusammenhänge versteht. Trotzdem briefen wir uns einmal pro Woche und tauschen in ca. einer halben Stunde alle nötigen Infos aus.

Das Experiment läuft gerade noch. Ich werde Euch also auf dem laufenden halten. Vor allem die Prüfungsvorbereitung dürfte interessant werden. Zur Zeit haben wir beide definitiv nicht wesentlich mehr als vier Stunden Arbeitsaufwand pro Woche und können uns ganz auf unser Startup konzentrieren.

März 13, 2009   2 Comments

Die Agenda – Von Geld, Zeit, Menschen und den interessanten Dingen, die man tun kann, wenn man alle drei hat.

Geld allein macht nicht glücklich? Stimmt! Glücklich macht es vor allem, den Lifestyle zu leben, den man sich wünscht. Dazu braucht man neben dem Geld noch Zeit. Und da man alleine nie wirklich zufrieden ist und viel weniger geschafft kriegt als im Team, spielen Beziehungen eine wichtige Rolle. Sowohl zu Mitarbeitern als auch zu Menschen, die uns nahe stehen.

In diesem Blog decke ich diese Themen systematisch ab. Ich will Euch mit meinen Tipps helfen, reich zu werden und das nicht nur in finanzieller Hinsicht.

Napoleon Hill hat einmal zwölf Punkte zusammengefasst, die einen Menschen reich machen:

  1. Positivity
  2. Health
  3. Harmonious Relationships
  4. Being rid of Fear
  5. Believing in Future Achievements
  6. Capacity to apply Faith in goals
  7. Willingness to share Blessings
  8. Receiving and Giving Love
  9. Having an Open Mind
  10. Complete Self-Discipline
  11. Wisdom to understand People
  12. Financial Freedom

Man beachte, dass Financial Freedom erst an zwölfter Stelle kommt und erst von Bedeutung ist, wenn alle anderen Punkte erfüllt sind.

Ein großer Schwerpunkt diese Blogs liegt natürlich darauf, wie Ihr von Arbitrage, also Preisunterschieden in verschiedenen Ländern profitieren könnt (deswegen der Titel Outsource Your Life!;).

ABER ich finde die anderen Themen genau so wichtig. Deswegen habe ich mir verschiedene Thementage überlegt, an denen ich über die einzelnen Bereiche schreibe. In dieser Woche beschreibe ich Euch an den entsprechenden Tagen kurz, was Ihr in Zukunft in dem Bereich erwarten könnt. Ich will Euch nicht zu lange auf die Folter spannen. Für den Anfang sehen die Themen so aus:

  • Dienstag: Money Day

In der Rubrik gebe ich die wichtigsten Grundsätze zu Geld und Reichtum weiter, die ich in meinem Leben gelernt habe. Ich freue mich auch auf Eure Ansichten. Es wird hier “Regeln” des Reichtums geben aber auch konkrete Geschäftsmodelle (z.B. welche Möglichkeiten gibt es, sich passives Einkommen zu schaffen?) und Investitionsmöglichkeiten.

  • Mittwoch: People Day

Diese Thema ist komplexer als es sich anfangs anhört. Es geht zum Beispiel um Bereiche wie Social Networking und Beziehungen, aber auch um das Delegieren von Arbeit und damit auch um das Finden und Führen von Mitarbeitern. Keine Angst! Hier schreibe ich nicht über die betriebswirtschaftliche Perspektive des Personalwesens, sondern gebe vielmehr innovative Tipps und Ideen weiter.

  • Donnerstag: Time-Management Day

Hierzu brauche ich nicht viel zu erklären. Ich lasse Euch an den besten Methoden teilhaben, Eure Zeit so zu managen, dass Ihr möglichst viel mit den Dingen verbringt, die Euch Spaß machen und Euch dabei helfen Eure Träume zu erfüllen.

  • Samstag: Geoarbitrage Day

Samstags gibt es die besonders interessanten Themen. Am Geoarbitrage Day berichte ich Euch davon, was Ihr Euch alles leisten könnt, wenn Ihr die Dinge einfach an dem Ort einkauft, an dem sie am günstgsten sind.

100 Euro für eine Homepage? Maßanzüge und Kaschmirmäntel für 30 Euro? Oh ja! Das gibt es und noch viel mehr! ;-)

An den anderen Tagen kommen natürlich auch immer mal wieder interessante Posts. Manchmal kann ich ein interessantes Thema vielleicht auch einfach nicht mehr zurückhalten, bis der entsprechende Thementag kommt, aber jetzt habt Ihr schonmal eine grobe Struktur und wisst, was Ihr in der nächsten Zeit erwarten könnt.

Ich möchte Euch an einem globalisierten Lifestyle teilhaben lassen, der bisher noch von wenigen Menschen gelebt wird, aber schon bald eine neue Dimension der Realität in unserer Gesellschaft darstellen wird.

Geld verdienen von jedem Ort der Welt aus, massenhaft Zeit, um die eigenen Träume zu verwirklichen und wunderbare Beziehungen, zu den Menschen, die unser Leben zu dem machen, was es sein soll! :-)

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März 9, 2009   1 Comment

Die knallharte Wahrheit – Bleibt Dir noch Zeit, Deine Träume umzusetzen?

Laut Thieme beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung bei deutschen Männern 75, bei deutschen Frauen 80 Jahre. Je nachdem, wann Ihr geboren seid, varrieren die Zahlen ein bisschen. Für mich heißt das, dass mir noch etwa 53 Jahre bleiben.

Aber worum geht es eigentlich in diesem Artikel? Ich möchte mich nicht damit beschäftigen, wie viele Jahre mir noch bleiben, bis ich sterben muss. Ich möchte mir vielmehr einmal überlegen, wie viel echte Lebenszeit mir noch bleibt, um meine Träume zu verwirklichen.

Also 53 Jahre stehen mir zur Verfügung. Das sind, Schaltjahre nicht berücksichtigt, knapp über 19.000 Tage. Hört sich schon viel weniger an. Trotzdem kann ich in 19.000 Tagen noch eine Menge schaffen. Vorausgesetzt ich nutze meine Zeit richtig.

Erstes Szenario – “Karriere machen”

Ich studiere zur Zeit BWL und mache in ein paar Monaten meinen Bachelor. Angenommen ich mache anschließend meinen Master, bleiben mir noch knapp 18.000 Tage, um meine Träume zu verwirklichen.

Wie sähe mein typischer Tag aus, wenn ich Karriere machen würde? Ich würde morgens um Acht aufstehen, duschen, frühstücken etc. und dann um Neun Uhr anfangen zu arbeiten. Um Fünf Uhr hätte ich theoretisch Schluss, aber weil ich Karriere machen will, muss ich mich irgendwie positiv abheben. Außerdem erwartet man von einem strebsamen, jungen Manager, dass er sich besonders engagiert und noch ein paar Stunden im Büro bleibt.

Nehmen wir also an, dass ich um 19 Uhr aus dem Büro komme. Zwischendurch hatte ich ein paar Pausen, also habe ich insgesamt vielleicht 9 Stunden gearbeitet. Soviel ist das doch gar nicht, oder?

Trotzdem ist es 20 Uhr als ich nach Hause komme. Ich bin zu müde, um noch etwas mit Freunden zu machen. Also setze ich mich vor den Fernseher und mache mir in der Mikrowelle ein Fertiggericht. Um 23 Uhr bin ich zu müde, um die Augen noch aufzuhalten und das nächste, was ich wahrnehme, ist mein Wecker, der mich am nächsten Morgen viel zu früh aus den Träumen reißt.

Zweite Szenario – Einen Lifestyle erschaffen

Die traurige Bilanz in dem Szenario oben ist, dass mir von den 18.000 Tagen genau keine Zeit mehr zur Verfügung steht, um Dinge zu tun, die ich im Leben wirklich machen möchte. Bin ich also quasi schon tot, obwohl mir noch 53 Jahre in meinem Leben bleiben? Oder soll ich mich etwa auf eine mögliche Rente freuen, um mich die letzten 10 Jahre meines Lebens von den 65 Jahren davor zu erholen?

Mir gefällt eine andere Idee viel besser! :-)

Anstatt jeden Tag von morgens bis abends bei meinem Arbeitgeber zu verbringen, um irgendwann genug Geld zu verdienen und genug Einfluss zu haben, um das Leben richtig genießten zu können (siehe Szenario 1), kann ich auch gleich anfangen, mir auf anderen Wegen Einkommen zu schaffen und meine Zeit besser zu nutzen.

Was stelle ich mir das vor? Ich habe mir dafür ein paar Grundregeln überlegt:

  1. Ich teile mir meine Zeit so ein, dass ich einen Großteil mit den Dingen verbringe, die mir Spaß machen.
  2. Ich erledige keine Aufgabe selber, die ich delegieren kann.
  3. Ich gehe intelligent mit meinem Geld um.

Die Essenz dieser Regeln ist, zu lernen, Aufgaben outzusourcen und geschickt mit Geld und Zeit umzugehen.

Das zweite Szenario könnte also zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

Ich stehe morgens um 8 Uhr auf und lese 30 Minuten in meinem Feedreader. Ich filtere dabei automatisch ein paar Informationen raus, die für mich geschäftlich interessant sein könnten, wie beispielsweise Marketingideen oder Events. Hin und wieder finde ich auch ganze Geschäftsideen.

Danach lasse ich meine E-Mails von einem Assistenten checken und beantworten. Nur Dinge, die wirkliche eine Entscheidung von mir erfordern , werden an mich weitergeleitet.

Im Anschluss (also 5 Minuten später ;) ) mache ich mir einen Plan für den Tag. Ich schreib mir zuerst alle Dinge auf, die ich an dem Tag erreichen möchte und mache mir dann einen Zeitplan, mit dem ich genau festlege, wann ich was mache.

Wichtig: In dem Zeitplan stehen nicht nur geschäftliche Dinge. sondern auch Punkte wie “Date mit Anna ausmachen” oder “Termin zum Skifahren ausmachen mit Daniel”. Bei dem Plan geht es nur darum, die eigene Zeit vernünftig zu nutzen und nicht zu verschwenden.

Dem Plan folge ich dann für den gesamten Tag. Dadurch schaffe ich, dass ich die “Arbeit” mit entspannenden Sachen oder Aktionen mit meinen Freunden kombiniere. Ich verhindere einen großen Fehler aus Szenario 1. Ich arbeite nicht vor mich hin, um mir vorzumachen, dass es endlos viel Zeit beansprucht, Karriere zu machen.

Wo kommt das Geld her? Ich beschäftige mich jeden Tag damit, das Geld, das ich schon habe, vernünftig wieder einzusetzen und baue jeden Tag mein eigenes Geschäft weiter aus. Ich schaffe mir passives Einkommen und baue mir nebenbei mein eigenes Unternehmen auf. Ich heble meine Zeit, indem ich mit virtuellen Assistenten zusammenarbeite. In einer Stunde meiner Zeit kann ich jetzt so viel erreichen, wie vorher an einem ganzen Tag.

Lebenszeit gewinnen

Habe ich also plötzlich Lebenszeit und -qualität hinzugewonnen, nur weil ich intelligenter mit Geld umgehe, Menschen für mich arbeiten lasse und meine Zeit besser organisiere? Im Grunde ja! Im ersten Szenario blieb mir keine Zeit mehr, um meinen Träumen nachzugehen und meinen Lifestyle aufzubauen. Im zweiten Szenario kann ich auf einmal die Arbeit eines ganzen Tages in ein oder zwei Stunden erledigen, weil ich organisiert bin, mich auf das wesentliche konzentriere und andere für mich arbeiten lasse.

Warum schreibe ich diesen Blogpost?

Genau um die Themen, die ich gerade angerissen habe, werde ich in Zukunft auf meinem Blog detaillierter berichten. Ich habe mehrere Punkte, die sehr wichtig sind, nur kurz angesprochen und werde noch ausführlichere Posts dazu schreiben in den nächsten Wochen.

Erstmal möchte ich Euch hiermit eine Orientierungshilfe geben, worum es hier gehen wird, damit Ihr wisst, ob die Themen für Euch interessant sind. Ich bin mir sicher, dass mein Lifestyle nicht für jeden Menschen geeignet ist und viele Menschen die Sicherheit einer Beschäftigung von 9 bis 17 Uhr vorziehen. Beurteilt am besten selber, ob meine Routinen und Prinzipien auch für Euch geeignet sind.

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März 7, 2009   6 Comments